#Serge hat Durst und ist geil (Kapitel 02)
Vor den
Toren des Payroll Paradieses war eine vierköpfige Gruppe von Männern
undefinierbaren Alters und Promille Gehaltes mit dem Abpumpen
braunischer Rähren der Preisklasse um die 50 Cent und bestenfalls
einem Payroll Punkt auf das virtuelle Konto beschäftigt.
Die rote
Jogginghose von dem Beatrix am nächsten stehenden war an der Vorderseite
merklich eingenäßt. Sein Deodorant der Marke erbrochenes Billigbier
wurde durch den Duft seiner feucht gewordenen Supermarkt Zigarillo
nur unwesentlich abgemildert. Erhitzt und wild gestikulierend lallte
er auf den Rest der Vierbande ein. Neben dem Supermarkt Aschenbecher
thronte eine Armada kleiner Feiglinge unterschiedlicher Füllmenge.
Für
solche Menschen empfand Beatrix schon immer Verachtung und Abscheu.
Sie machten ihr Angst. Menschen, die sich in aller Öffentlichkeit
gehen lassen. Instinktiv prüfte sie, ob ihre klobige Handtasche im
angesagten Oma Style noch um ihren Arm hing.
Die vier
hatten mehr Lücken in ihren Zahnreihen als eine 22 jährige
Alleinerziehende Hauptschule Abbrecherin in ihrem Lebenslauf.
Einer
der vier kratze sich in seinem Genitalbereich. Er versuchte
augenscheinlich, seine sich anbahnende Erektion zu beruhigen. Die
anderen honorieren dies mit prustenden Pfeillauten.
Beatrix beschleunigte ihren Gang. Ihre Brüste rieben unangenehm kratzend an
ihrem Büstenhalter.
„Na,
Serge – stehst wohl auf dickes Fickfleisch ?“. Der angesprochene
klopfte grölend auf seine inzwischen merklich aufgerichtete
Zapfanlage. Er rülpste, koderte kurz und spukte eine Ladung
gelblichem Schleim auf den Boden. Seine Gesichtsfarbe konnte sich
momentan nicht zwischen Hoeneß rot und Solarium Braun entscheiden.
In seinem Auswurf befanden sich erkennbar Partikel von Blut.
Vor
allem in Stresssituationen hatte Beatrix mit ihrem Sodbrennen zu
kämpfen. Ihr überstrapazierter Magen verkrampfte sich etwas. Sie
merkte, wie sich Spuren von Urin in ihren Slip ergossen.
Serge
öffnete den Reißverschluss seiner Hose und hielt an dieser Stelle
eine halbvolle Flasche Bier im 45 Grad Winkel.
„Meinen
Serge kann die Speckschwarte bis zum Anschlag in den Hals gerammt
bekommen. Und dann gibt es Vanille Soße direkt in den Magen“.
Er
liebkoste den Flaschenhals seiner Bierflasche mit der rechten Hand.
Die
anderen drei lachten und prosteten Serge zu.
Beatrix Mundinnenraum sagte Hallo zu einem weiteren Spritzer noch nicht
verdauter Sahne. Auch dieses Mal entschied sie sich wieder für
„schnell und unauffällig herunter schlucken“. Sie zitterte am
ganzen Körper.
Folge 1 verpasst ? hier nachlesen
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