#Beatrix und das große Fressen (Kapitel 08)
Der
Kimono fühlte sich samtig weich auf ihrer nackten Haut an. Ohne BH
kam sich Beatrix sichtlich befreit vor. In der Küche wartete Labsal
für ihre täglichen Strapazen. Eines der Schinken Croissants musste
als erstes den Weg in ihren fordernden Magen antreten. Von seiner
Quantität war es zwar etwas knapp bemessen ; geschmacklich aber für
Supermarkt Ware vorzüglich.
Beatrix
schenkte sich ein großes Glas koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk
ein. Eisgekühlt rutschte dies in einem Zug durch ihre Speiseröhre.
Das zweite Croissant folgte dem ersten – die Lasagne bereitete sich
im Backofen auf ihr Schicksal vor.
Ihr
Boxensystem spielte lustige und weniger lustige Lieder der neuen
deutschen Welle. Gerade war „Goldener Reiter“ von Joachim Witt
an der Reihe. Vorsorglich nahm Beatrix eine Tablette gegen ihr
Sodbrennen. Und noch eine zur besseren Verdauung.
Sie
beschloss, das ein Teil des Nachtisches durchaus vor dem Hauptgang
erfolgen konnte. Der Sahne Pudding verlangte nach mehr ! 2 Becher
jetzt – die anderen beiden zum Abschluss !
Ihr
Smart Phone klingelte. Hierzu war aber momentan keine Zeit. Sie
fühlte sich bereits merklich besser. Ein Gespräch mit ihrer Mutter
oder Mohamed würde dieses Gefühl nur wieder in das Gegenteil
umkehren. Alles zu seiner Zeit.
Der
Backofen meldete sich per Sprachmitteilung, das die Lasagne in 5
Minuten zum Verzehr bereit sein wird. Genügend Zeit also für ein
weiteres Croissant ! Die gekauften Burger sahen interessant aus –
später gerne mehr. Ein weiteres Glas koffeinhaltiger Erfrischung
befeuchtete ihre Magenwände. Morgen würde sie wohl mehr Croissants
kaufen müssen. Hierfür gab es ja schließlich auch Payroll Punkte.
Beatrix ärgerte sich über sich selbst, da sie ganz vergessen hatte,
ihren heutigen Einkauf diesbezüglich nachzuprüfen.
Die XXL
Lasagne ließ dieses Malheur allerdings schneller vergessen als die
Käsekruste angeschnitten war. Goldbraun und herrlich duftend lag sie
auf ihrem mit japanischen Ethno Motiven verzierten Teller. Die
intelligenten Boxen hatten sich für „Big in Japan“ vonAlphaville entschieden. Ob dies an ihrem Teller oder doch eher Kimono
lag, wusste wohl nur der das Gerät steuernde Algorithmus. Der von
Beatrix war eindeutiger und ließ sich trefflich mit möglichst viel
und schnell schnabulieren zusammenfassen. Die XXL Lasagne war
jedenfalls schneller herunter geschlungen als aufgebacken. Die blaue
Tablette konnte ihrem Sodbrennen nur teilweise Herr werden. Die
Doppel Burger lachten sie dennoch an. Nach einem weiteren Sahne
Pudding war das weitere Schicksal dieser besiegelt. Backofen; danach
ab in die Speiseröhre. Zuvor allerdings noch zwei Kugeln Vanille Eis
mit Sahne. Ein herrlicher Kontrast zu der würzigen Lasagne.
Ihr
Bauch fühlte sich etwas aufgebläht an – aber egal. Heute
schmeckte es ihr vorzüglich. An Aufhören wollte sie überhaupt
nicht denken.
Bereits
heute früh während des Meetings hatte sie an Essen gedacht. In
Gesellschaft nahm sie sich diesbezüglich immer etwas zurück. Klar,
einen Nachtisch hatte sie sich in der Mittagspause schon noch
genehmigt. Dafür aber nur das vegetarische Hauptgericht. Niemand in
der Firma sollte auf die Idee kommen, Beatrix wäre eine maßlose
Esserin. Ihre Notration an Schoko Riegeln hielt sie in ihrer hinteren
Schreibtisch Schublade für ausreichend gut versteckt. Länger als
zwei Tage lagen sie hier sowieso nie. Und immer noch besser als die
Flachmänner, welcher Herr Häberle aus der Buchhaltung in seinem
Spind gebunkert hielt.
In
Sachen Doppel Burger vermeldete der Backofen mittels einer
beruhigenden Frauenstimme baldige Verzehrbereitschaft :“Der
Backvorgang ist in 120 Sekunden abgeschlossen“.
Beatrix
war voller Vorfreude und gierte durch dessen Glasverkleidung.
Prachtvoll aufgebacken und fast wie auf der Umverpackung abgebildet.
Payroll Punkte gab es hierfür dazu noch. Perfekt verlaufener Käse.
Saftiges Rindfleisch. Und anschließend noch eine Kugel Eis.
Speichelfluss. Verzehr Zeit. Jetzt. Der eigentlich viel zu heiße
Burger wanderte rasch in Richtung Magen. Ihre Zähne benützte
Beatrix hierfür nur 2 mal. Der Duden würde für diesen Vorgang wohl
das Wort herunter schlingen empfehlen.
Nicht
schlimm – Portion Nr.2 stand ja noch dampfend bereit.
Sie
löschte ihren heiß gelaufenen Hals wiederum mit einem mittleren
Glas koffeinhaltiger Limonade. Beatrix musste leicht aufstoßen.
Derartiges war sie seit Jahren gewohnt.
Für den
zweiten Happen wollte sie sich mehr Zeit lassen. Letzte Züge von
Genuss. Sie zählte im Geiste bis 12. Kurze Pause. Jetzt nur ein
kleiner Biss. Ganz langsam. Ihr Mund versank tief in dem Burger. Ihr
Mund war voller wohl durchgebratenem Rindfleisch. Geschmack von
gebratenen Zwiebeln – herrlich. Das herunter Schlucken flutete
ihren Körper mit einer warmen Wonne. Eine zweite Packung wäre
fantastisch.
Ihre
intelligenten Boxen spielten gute Laune Hip Hop von den fantastischen
Vier. Sie fand, das es Zeit für eine Kugel Vanille Eis ist.
Natürlich mit Sahne. Beatrix musste schmunzeln. Sprühsahne gehörte
zu der Grundausstattung ihres Kühlschrankes.
Vor
Mohamed hatte sie heute ihre Ruhe – der wollte heute Nacht nämlich
zu einer Elektro Party in die Südstadt. Soll er doch – mit seiner
Drogen Scheiße wollte sie sowieso nichts zu tun haben. Beim Essen
brauchte sie ihre Ruhe. Das Eis schmeckte grandios. Sie öffnete
ihren Kühlschrank. Die Milchschnitten hatte sie ganz vergessen. Eine
ist keine. Die Salami vom Feinkost Italiener lag im Fach darunter.
Ihr fiel
das heute gekaufte Frauenmagazin ein. Lesen konnte sie immer noch.
Die Salami ließ sich mit ihrem japanischen Küchenmesser problemlos
kleinschneiden. Was für eine feine Pfeffer Ummantelung ! Brot würde
den Genuss nur schmälern. Zum Glück hatte sich der Feinkost Laden
bereits Anfang Jahres dem Payroll Verbund angeschlossen. Eine weitere
Milchschnitte zum Kontrast. Ein Jammer, das sie Croissants bereits
alle waren ! Ihr aufgeblähter Bauch fühlte sich kalt an.
Beatrix
beschloss, aus ihrer smarten Kaffeemaschine eine große Tasse
Cappuccino herauszulassen. Smart übergab diese ihren Pulver Bestand
an die Datenbank eines großen Online Händlers. Bald würde sie hier
wieder vollautomatisch eine neue Bestellung aufgeben. Beatrix fand es
wunderbar, das sie sich um ihren Kaffee Vorrat keine Gedanken mehr
machen musste. Alles regulierte vollautomatisch der Vollautomat !
Weniger
wunderbar ihr doch etwas sparsamer Einkauf von vorhin. Einen Yufca
hätte sie durchaus noch vertragen können. Zu dem Cappuccino
genehmigte sie sich noch eine Milchschnitte. Nichts halbes und nichts
ganzes.
Da ihre
Küchenuhr im Bahnwärter Haus Design gerade einmal 22.53 anzeigte,
griff sie zu ihrem Smart Phone. Der türkische Bring Dienst um die
Ecke lieferte bis 02.00 Uhr. Letztes Mal hatte die Lieferung ganze 25
Minuten gedauert. Payroll Punkte lachten zusätzlich. Am besten noch
eine kleine Pizza als Vorrat.
Ihr
Sodbrennen nahm Beatrix momentan nicht mehr wahr. Welch quälende
Warterei ! Sie zündete sich eine ihrer Slim Light Zigaretten an und
blätterte etwas in der Berlin Woman. Obwohl sich die Zeitschrift
laut Eigenaussage ein normales Frauenbild auf den Redaktions Kodex
geschrieben hatte, waren nur Modelle mit top proportionierten Körpern
zu entdecken. Sicher , hier und dort eine angedeudete Rundung - aber
wirklich füllige Frauen Fehlanzeige. Beatrix bohrte mit dem
Mittelfinger in ihren Bauch. Dieser war alsbald fast bis zu den
Fingerwurzeln in Speck Ansammlungen versunken.
Kochrezepte
gab es in der Publikation auch. Die angepriesene vegane Küche war
höchstens ein Fall für ihre Mittagspause. Das Nikotin der Zigarette
regte ihren Appetit weiter an. Den eigentlichen Kaufgrund der Berlin
Woman überblätterte sie gelangweilt. Sie brauchte dringend etwas zu
essen.
Dann das
erlösende Klingeln an der Haustüre. Schnell eine Milchschnitte zum
herunterkommen. Speichelfluss in ihrem Mund. Ihre Brustwarzen waren
leicht angeschwollen. Sie knöpfte ihren Kimono bis zum Hals zu. Zum
heraus Kramen eines Büstenhalters war jetzt keine Zeit. Beatrix
wurde leicht unruhig. Trotzdem musste sie auf Nummer Sicher gehen.
Sie gab ihrem intelligenten Boxen System sprachlich zu verstehen, das
sie ein Überwachungsbild des Hauseinganges wünsche. Sofort war auf
ihrem Fernseher das gewünschte zu sehen.
Nämlich
ein Yufca Bote, welcher gerade mit einem großen Karton unter dem Arm
aus einem E Mobil mit Werbeaufschrift stieg. Sie kannte den Mann. Es
war Abdul, Mitte 20 und seit 2 Jahren bei dem Bring Dienst als
Fahrer beschäftigt. Ein Türke mit Doppelpass, idealtypisch modisch
leger gekleidet und zumindest auf dem Papier gläubiger Moslem.
Da sich
Beatrix ein paar Mal mit ihm unterhalten hatte, kannte sie ihn etwas.
Mohamed kannte ihn sogar etwas besser.
Sein
Lebensstil ließ sich wohl am besten mit den Kürzeln M.S.D
beschreiben. Zuerst Freitagsgebet in der Moschee , anschließend
Risikoleiter in der Spielothek – zum Abschluss dann Frauen
abchecken in der Disko. Selbstverständlich unter Zuhilfenahme von
alkoholischen Getränken. Trotz seiner Widersprüche fand Beatrix den
Kalorienlieferanten ganz sympathisch. Wahrscheinlich auch, weil der
Grund seiner Besuche stets mit Essen verbunden war.
Abdul
stolzierte die Treppe hinauf und präsentierte Beatrix das Gewünschte
mit einem galanten Knick. Sie hatte jetzt weder Zeit noch Lust für
ein Gespräch. Pizza und Yufka lagen zum Greifen nahe. Es duftete
herrlich durch den kitschig bedrucken Karton. Jetzt nur keine Zeit
verlieren. Sie zückte ihr Smart Phone – Garry Copper hat in 12 UhrMittags seinen Colt nur unwesentlich schneller gezogen - zum
Bezahlen. Bargeld hatte Beatrix seit Monaten nicht mehr verwendet.
Abdul verstand ihre Körpersprache und quittierte die Bestellung
kurz. Er lächelte süffisant .
Aus
einer Fehldeutung der Bestellung schloss Abdul wohl auf ein geplantes
Schäferstündchen mit Mohamed. Zum Abschluss wünschte er viel Spaß
und drückte Beatrix die noch dampfende Umverpackung in die Hand.
Schnell
wieder zurück in die Küche. Sie knöpfte ihren Kimono bis knapp
über ihre Brüste wieder auf. Entlich wieder Nachschub. Essen,
Essen. Beatrix setzte sich auf ihren Panton Lounge Hocker.
Stolzerweise ein Original aus den 70er Jahren und kein billiges
Relikt aus dem Möbelhaus um die Ecke. Es hatte lange gedauert, bis
sie dieses Lieblingsstück entlich gefunden hatte. Auf einer
Antiquitäten Plattform im Netz. Fünf Jahre besaß sie den Hocker
jetzt schon. Damals war ihre Welt noch etwas einfacher gewoben
gewesen. Beatrix hielt kurz inne.
Die
intelligenten Boxen hatten sich für „ As time goes by“ von Frank
Sinatra entschieden. Aus dem Klassiker Cassablanca. Bestimmt bereits
ein Dutzend mal gesehen.. Neben Mangas war der amerikanische Film der
30er und 40er Jahre eine ihrer Passionen. Bogart, E.C. Robinson und
wie sie damals alle hießen. Standhafte Männer in einer gebrochenen
Zeit.
Der
Yufka schmeckt heiß am besten. Die Pizza später. Trotz ihrer
Blähungen griff Beatrix folglich erneut zu ihrem japanischen
Küchenmesser. Mit einem präzisen Schnitt teilte sie die türkische
Teigtasche in zwei Teile.
Die
Füllung sah vielversprechend aus. Viel Fleisch; Gemüse nur zur
Geschmacksstabilisation. Ein extra großer Kawenzmann. Der Teig nicht
zu dick. Sie griff in die eine Hälfte und biss gierig hinein. Ihr
Mund war voller Speichel.
Die
Küchenuhr zeigte 23:22 Uhr an. Ihr Herzschlag erschien einen Tick zu
schnell. Kauen und genießen. Herzhaft frischer Geschmack. Der
Speisebrei in ihrem Mund schmeckte nach Zwiebeln. Herunter Schlucken,
dann sofort einen Bissen nachlegen. Beatrix Hände zitterten leicht.
Leichte Schweißbildung an ihnen. Gefühl von Ekel.
Zum
Feuchttücher holen hatte sie jetzt keine Zeit. Nachher. Die
Bakterien mussten später restlos entfernt werden. Der Yufka durfte
aber nicht kalt werden. Nur nicht an das blöde Sodbrennen denken.
Ihre Abbeiss Frequenz wurde immer schneller. Yufka Soße lief ihr die
Mundwinkel herunter. Beatrix Magen brannte etwas. Das große Glas
Zuckerwasser mit Coffein Zusatz half diesbezüglich nur wenig.
Trotzdem weiter schlingen. Sie konnte jetzt auf keinen Fall aufhören.
Nie mehr aufhören.
Die
intelligenten Boxen spielten dezente Klassik zur Untermalung. Diverse
Payroll Punkte versuchten gerade vergeblich, sich in Beatrix Magen zu
verdauen. Die zweite Yufka Hälfte wartete auf ihre Hinrichtung.
Mohamed
vertickte gerade auf einer Elektro Party für 20 Euro Pillen. Extasy,
welches er von einem Landsmann – Chemie Student im 6 Semester –
günstig erstanden hatte. Bereits das vierte Theken Geschäft an
diesem Abend. Bis 05:00 war noch eine Menge Zeit; besser konnte es
fast nicht laufen. Um auf Nummer sicher zu gehen, hatte er die Ware
in einem Mülleimer hinter dem Club deponiert.
Bullen
Ärger wollte er in Deutschland tunlichst aus dem Wege gehen. Dies
war ihm bislang auch weitgehend gelungen. Bis auf einmal
Schwarzfahren in der U Bahn – eine Kleinigkeit– sauberer konnte
seine Weste kaum sein.
In
seiner Heimat war dies doch etwas anders gewesen. Glücklicherweise
wusste dies hierzulande aber niemand. Oder besser gesagt – niemand
wollte es wirklich wissen. Auf den Ämtern arbeiteten meistens
mittelalte Damen mit viel Empathie. Kaum eine , welche seinem Charme
wieder stehen konnte. Tiefer gehende Nachfragen fast immer
Fehlanzeige.
Er
zündete sich mit seinem Dupont Feuerzeug eine Zigarette an,
inhalierte tief, lächelte und betrat zufrieden wieder den Club.
Morgen würde er wieder 500 Euro per Payroll Union nach Hause
transferieren. Sein älterer Bruder musste schließlich mit dem
Ausbau des Hotels vorankommen. Deutschland war nur eine
Durchgangsstation. Zuhause war Geld verdienen viel schwieriger. Am
Wochenende würde er es der Dicken wieder besorgen. Ihr Brüste luden
seinen Säbel förmlich ein. Mohamed hatte ein Faible für aus den
Fugen geratene deutsche Frauen.
Dank
einer mittelgroßen Portion Vanille Eis mit Sahne Haube hatte das
Stillleben halber Yufka auf japanischem Teller noch eine kurze
Schonfrist. Sie war wie von Sinnen. Mehr, immer mehr. Unter ihren
Brüsten hatte sich wieder Schweiß gebildet. Völlegefühl. Welches
Völlegefühl ? Yufka auf Eis schmeckt göttlich. Speisebrei mit
Fleischzulage.
Morgen
früh stand der nächste Arztbesuch an. Sie brauchte unbedingt eine
Überweisung. Ein voller Bauch gab ihr die Illusion, zu existieren.
Später unbedingt an die Magen Tabletten denken. Mohamed konnte ihr
heute gestohlen bleiben. Er war sowieso wieder auf Party Tour.
Beatrix
Brustwarzen waren immer noch aufgerichtet. Die nächste Salve glitt
die Speiseröhre herunter. Sie fühlte sich befriedigt und leicht
erregt. Das Stillleben bestand nur noch aus einem japanischen Teller.
Pizza Zeit. Hilfsmittel Messer. Vier gleich große Teil erschien als
angemessen. Türkische Pizzen sind zum Glück immer sehr dick belegt.
Auch an Käse wurde nicht gespart. Doppeldecker Pizza. Fettig und
noch heiß.
Beatrixfühlte sich weiterhin erregt und bewegte das erste Stück in
Richtung Mund.
Die
Peperoni schmeckte nach extra scharf. Nach dem Durchbeißen
entfaltete sie erst ihre ganze Kraft. Kurzes Innehalten ; die Augen
tränten. Schnell ein Glas Coke hinterher. Das nächste Stück
wartete schon. Salami und etwas Paprika lachten ihr fett triefend
entgegen. Genug gelacht – im Magen wird es gleich dunkel. Schnell
und schneller schlang Beatrix die teigige Masse. Ihren aufgeblähten
Bauch nahm sie wissend in Kauf.
Sie
öffnete sämtliche Knöpfe ihres Kimonos. Essen ist Lust. Lust ist
Leben. Pizza bis auf den letzten Rest vertilgt.Siegerin –
geschafft.
Beatrix
befahl ihren intelligenten Boxen, die Raumtemperatur um 5 Grad zu
reduzieren. Obwohl die moderneTechnik selbstredend auch diesen
Auftrag in kürzester Zeit gewissenhaft ausführte, war ihr immer
noch unglaublich heiß. Außer um die Bauchgegend herum – kaltes,
wenig durchblutetes Fleisch. Jetzt war das Sodbrennen wieder
wahrnehmbar. Sehr sogar. Sie entschloss sich zum Konsum einer
weiteren Slim Light Zigarette. Schwindel, kalt schweißige Stirn.
Sekunden andauernde Bewegungslosigkeit auf dem Lounge Sessel. Das
Nikotin tat ihr nicht gut. Ein leichtes Kratzen im Hals. Beatrix
schämte sich ob ihrer fehlenden Disziplin. Die Magen Tabletten
wirkten nicht mehr. Überall kalter Schweiß. Herzrasen. Sie kannte
diesen Zustand seit mindestens fünf Jahren.
Mohamed
wickelte gerade Deal Nr.6 ab. Der Elektro Club platzte aus allen
Nähten – Prime Time, Zufriedenheit und Umsatz. Das Hotel nahm so
langsam greifbare Formen an. Geld liegt in good old Germany wahrlich
auf der Straße. Oder in der Mülltonne. Er lächelte verschmitzt in
sich hinein und bestellte an der Bar bei einer voll tätowierten
Brünetten einen weiteren Whisky sour. Großzügig rundete Mohamed
auf 10 Euro auf. Es war wichtig, das ihn in diesem Laden jeder in
guter Erinnerung behält. Am Wochenende würde er zusätzlich seine
dicke Grazie um etwas Geld bitten. Die kranke Mutter...
Die ersten 9 Kapitel als praktisches Ebook ?
