Mittwoch, 26. Dezember 2018

Folge 008 (27.12.18)


#Beatrix und das große Fressen (Kapitel 08)


Der Kimono fühlte sich samtig weich auf ihrer nackten Haut an. Ohne BH kam sich Beatrix sichtlich befreit vor. In der Küche wartete Labsal für ihre täglichen Strapazen. Eines der Schinken Croissants musste als erstes den Weg in ihren fordernden Magen antreten. Von seiner Quantität war es zwar etwas knapp bemessen ; geschmacklich aber für Supermarkt Ware vorzüglich.
Beatrix schenkte sich ein großes Glas koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk ein. Eisgekühlt rutschte dies in einem Zug durch ihre Speiseröhre. Das zweite Croissant folgte dem ersten – die Lasagne bereitete sich im Backofen auf ihr Schicksal vor.
Ihr Boxensystem spielte lustige und weniger lustige Lieder der neuen deutschen Welle. Gerade war „Goldener Reiter“ von Joachim Witt an der Reihe. Vorsorglich nahm Beatrix eine Tablette gegen ihr Sodbrennen. Und noch eine zur besseren Verdauung.
Sie beschloss, das ein Teil des Nachtisches durchaus vor dem Hauptgang erfolgen konnte. Der Sahne Pudding verlangte nach mehr ! 2 Becher jetzt – die anderen beiden zum Abschluss !

Ihr Smart Phone klingelte. Hierzu war aber momentan keine Zeit. Sie fühlte sich bereits merklich besser. Ein Gespräch mit ihrer Mutter oder Mohamed würde dieses Gefühl nur wieder in das Gegenteil umkehren. Alles zu seiner Zeit.
Der Backofen meldete sich per Sprachmitteilung, das die Lasagne in 5 Minuten zum Verzehr bereit sein wird. Genügend Zeit also für ein weiteres Croissant ! Die gekauften Burger sahen interessant aus – später gerne mehr. Ein weiteres Glas koffeinhaltiger Erfrischung befeuchtete ihre Magenwände. Morgen würde sie wohl mehr Croissants kaufen müssen. Hierfür gab es ja schließlich auch Payroll Punkte. Beatrix ärgerte sich über sich selbst, da sie ganz vergessen hatte, ihren heutigen Einkauf diesbezüglich nachzuprüfen.
Die XXL Lasagne ließ dieses Malheur allerdings schneller vergessen als die Käsekruste angeschnitten war. Goldbraun und herrlich duftend lag sie auf ihrem mit japanischen Ethno Motiven verzierten Teller. Die intelligenten Boxen hatten sich für „Big in Japan“ vonAlphaville entschieden. Ob dies an ihrem Teller oder doch eher Kimono lag, wusste wohl nur der das Gerät steuernde Algorithmus. Der von Beatrix war eindeutiger und ließ sich trefflich mit möglichst viel und schnell schnabulieren zusammenfassen. Die XXL Lasagne war jedenfalls schneller herunter geschlungen als aufgebacken. Die blaue Tablette konnte ihrem Sodbrennen nur teilweise Herr werden. Die Doppel Burger lachten sie dennoch an. Nach einem weiteren Sahne Pudding war das weitere Schicksal dieser besiegelt. Backofen; danach ab in die Speiseröhre. Zuvor allerdings noch zwei Kugeln Vanille Eis mit Sahne. Ein herrlicher Kontrast zu der würzigen Lasagne.
Ihr Bauch fühlte sich etwas aufgebläht an – aber egal. Heute schmeckte es ihr vorzüglich. An Aufhören wollte sie überhaupt nicht denken.

Bereits heute früh während des Meetings hatte sie an Essen gedacht. In Gesellschaft nahm sie sich diesbezüglich immer etwas zurück. Klar, einen Nachtisch hatte sie sich in der Mittagspause schon noch genehmigt. Dafür aber nur das vegetarische Hauptgericht. Niemand in der Firma sollte auf die Idee kommen, Beatrix wäre eine maßlose Esserin. Ihre Notration an Schoko Riegeln hielt sie in ihrer hinteren Schreibtisch Schublade für ausreichend gut versteckt. Länger als zwei Tage lagen sie hier sowieso nie. Und immer noch besser als die Flachmänner, welcher Herr Häberle aus der Buchhaltung in seinem Spind gebunkert hielt.

In Sachen Doppel Burger vermeldete der Backofen mittels einer beruhigenden Frauenstimme baldige Verzehrbereitschaft :“Der Backvorgang ist in 120 Sekunden abgeschlossen“.
Beatrix war voller Vorfreude und gierte durch dessen Glasverkleidung. Prachtvoll aufgebacken und fast wie auf der Umverpackung abgebildet. Payroll Punkte gab es hierfür dazu noch. Perfekt verlaufener Käse. Saftiges Rindfleisch. Und anschließend noch eine Kugel Eis. Speichelfluss. Verzehr Zeit. Jetzt. Der eigentlich viel zu heiße Burger wanderte rasch in Richtung Magen. Ihre Zähne benützte Beatrix hierfür nur 2 mal. Der Duden würde für diesen Vorgang wohl das Wort herunter schlingen empfehlen.
Nicht schlimm – Portion Nr.2 stand ja noch dampfend bereit.
Sie löschte ihren heiß gelaufenen Hals wiederum mit einem mittleren Glas koffeinhaltiger Limonade. Beatrix musste leicht aufstoßen. Derartiges war sie seit Jahren gewohnt.
Für den zweiten Happen wollte sie sich mehr Zeit lassen. Letzte Züge von Genuss. Sie zählte im Geiste bis 12. Kurze Pause. Jetzt nur ein kleiner Biss. Ganz langsam. Ihr Mund versank tief in dem Burger. Ihr Mund war voller wohl durchgebratenem Rindfleisch. Geschmack von gebratenen Zwiebeln – herrlich. Das herunter Schlucken flutete ihren Körper mit einer warmen Wonne. Eine zweite Packung wäre fantastisch.

Ihre intelligenten Boxen spielten gute Laune Hip Hop von den fantastischen Vier. Sie fand, das es Zeit für eine Kugel Vanille Eis ist. Natürlich mit Sahne. Beatrix musste schmunzeln. Sprühsahne gehörte zu der Grundausstattung ihres Kühlschrankes.

Vor Mohamed hatte sie heute ihre Ruhe – der wollte heute Nacht nämlich zu einer Elektro Party in die Südstadt. Soll er doch – mit seiner Drogen Scheiße wollte sie sowieso nichts zu tun haben. Beim Essen brauchte sie ihre Ruhe. Das Eis schmeckte grandios. Sie öffnete ihren Kühlschrank. Die Milchschnitten hatte sie ganz vergessen. Eine ist keine. Die Salami vom Feinkost Italiener lag im Fach darunter.
Ihr fiel das heute gekaufte Frauenmagazin ein. Lesen konnte sie immer noch. Die Salami ließ sich mit ihrem japanischen Küchenmesser problemlos kleinschneiden. Was für eine feine Pfeffer Ummantelung ! Brot würde den Genuss nur schmälern. Zum Glück hatte sich der Feinkost Laden bereits Anfang Jahres dem Payroll Verbund angeschlossen. Eine weitere Milchschnitte zum Kontrast. Ein Jammer, das sie Croissants bereits alle waren ! Ihr aufgeblähter Bauch fühlte sich kalt an.

Beatrix beschloss, aus ihrer smarten Kaffeemaschine eine große Tasse Cappuccino herauszulassen. Smart übergab diese ihren Pulver Bestand an die Datenbank eines großen Online Händlers. Bald würde sie hier wieder vollautomatisch eine neue Bestellung aufgeben. Beatrix fand es wunderbar, das sie sich um ihren Kaffee Vorrat keine Gedanken mehr machen musste. Alles regulierte vollautomatisch der Vollautomat !
Weniger wunderbar ihr doch etwas sparsamer Einkauf von vorhin. Einen Yufca hätte sie durchaus noch vertragen können. Zu dem Cappuccino genehmigte sie sich noch eine Milchschnitte. Nichts halbes und nichts ganzes.
Da ihre Küchenuhr im Bahnwärter Haus Design gerade einmal 22.53 anzeigte, griff sie zu ihrem Smart Phone. Der türkische Bring Dienst um die Ecke lieferte bis 02.00 Uhr. Letztes Mal hatte die Lieferung ganze 25 Minuten gedauert. Payroll Punkte lachten zusätzlich. Am besten noch eine kleine Pizza als Vorrat.

Ihr Sodbrennen nahm Beatrix momentan nicht mehr wahr. Welch quälende Warterei ! Sie zündete sich eine ihrer Slim Light Zigaretten an und blätterte etwas in der Berlin Woman. Obwohl sich die Zeitschrift laut Eigenaussage ein normales Frauenbild auf den Redaktions Kodex geschrieben hatte, waren nur Modelle mit top proportionierten Körpern zu entdecken. Sicher , hier und dort eine angedeudete Rundung - aber wirklich füllige Frauen Fehlanzeige. Beatrix bohrte mit dem Mittelfinger in ihren Bauch. Dieser war alsbald fast bis zu den Fingerwurzeln in Speck Ansammlungen versunken.

Kochrezepte gab es in der Publikation auch. Die angepriesene vegane Küche war höchstens ein Fall für ihre Mittagspause. Das Nikotin der Zigarette regte ihren Appetit weiter an. Den eigentlichen Kaufgrund der Berlin Woman überblätterte sie gelangweilt. Sie brauchte dringend etwas zu essen.

Dann das erlösende Klingeln an der Haustüre. Schnell eine Milchschnitte zum herunterkommen. Speichelfluss in ihrem Mund. Ihre Brustwarzen waren leicht angeschwollen. Sie knöpfte ihren Kimono bis zum Hals zu. Zum heraus Kramen eines Büstenhalters war jetzt keine Zeit. Beatrix wurde leicht unruhig. Trotzdem musste sie auf Nummer Sicher gehen. Sie gab ihrem intelligenten Boxen System sprachlich zu verstehen, das sie ein Überwachungsbild des Hauseinganges wünsche. Sofort war auf ihrem Fernseher das gewünschte zu sehen.

Nämlich ein Yufca Bote, welcher gerade mit einem großen Karton unter dem Arm aus einem E Mobil mit Werbeaufschrift stieg. Sie kannte den Mann. Es war Abdul, Mitte 20 und seit 2 Jahren bei dem Bring Dienst als Fahrer beschäftigt. Ein Türke mit Doppelpass, idealtypisch modisch leger gekleidet und zumindest auf dem Papier gläubiger Moslem.
Da sich Beatrix ein paar Mal mit ihm unterhalten hatte, kannte sie ihn etwas. Mohamed kannte ihn sogar etwas besser. 
 
Sein Lebensstil ließ sich wohl am besten mit den Kürzeln M.S.D beschreiben. Zuerst Freitagsgebet in der Moschee , anschließend Risikoleiter in der Spielothek – zum Abschluss dann Frauen abchecken in der Disko. Selbstverständlich unter Zuhilfenahme von alkoholischen Getränken. Trotz seiner Widersprüche fand Beatrix den Kalorienlieferanten ganz sympathisch. Wahrscheinlich auch, weil der Grund seiner Besuche stets mit Essen verbunden war.

Abdul stolzierte die Treppe hinauf und präsentierte Beatrix das Gewünschte mit einem galanten Knick. Sie hatte jetzt weder Zeit noch Lust für ein Gespräch. Pizza und Yufka lagen zum Greifen nahe. Es duftete herrlich durch den kitschig bedrucken Karton. Jetzt nur keine Zeit verlieren. Sie zückte ihr Smart Phone – Garry Copper hat in 12 UhrMittags seinen Colt nur unwesentlich schneller gezogen - zum Bezahlen. Bargeld hatte Beatrix seit Monaten nicht mehr verwendet. Abdul verstand ihre Körpersprache und quittierte die Bestellung kurz. Er lächelte süffisant .
Aus einer Fehldeutung der Bestellung schloss Abdul wohl auf ein geplantes Schäferstündchen mit Mohamed. Zum Abschluss wünschte er viel Spaß und drückte Beatrix die noch dampfende Umverpackung in die Hand.

Schnell wieder zurück in die Küche. Sie knöpfte ihren Kimono bis knapp über ihre Brüste wieder auf. Entlich wieder Nachschub. Essen, Essen. Beatrix setzte sich auf ihren Panton Lounge Hocker. Stolzerweise ein Original aus den 70er Jahren und kein billiges Relikt aus dem Möbelhaus um die Ecke. Es hatte lange gedauert, bis sie dieses Lieblingsstück entlich gefunden hatte. Auf einer Antiquitäten Plattform im Netz. Fünf Jahre besaß sie den Hocker jetzt schon. Damals war ihre Welt noch etwas einfacher gewoben gewesen. Beatrix hielt kurz inne.

Die intelligenten Boxen hatten sich für „ As time goes by“ von Frank Sinatra entschieden. Aus dem Klassiker Cassablanca. Bestimmt bereits ein Dutzend mal gesehen.. Neben Mangas war der amerikanische Film der 30er und 40er Jahre eine ihrer Passionen. Bogart, E.C. Robinson und wie sie damals alle hießen. Standhafte Männer in einer gebrochenen Zeit.

Der Yufka schmeckt heiß am besten. Die Pizza später. Trotz ihrer Blähungen griff Beatrix folglich erneut zu ihrem japanischen Küchenmesser. Mit einem präzisen Schnitt teilte sie die türkische Teigtasche in zwei Teile.
Die Füllung sah vielversprechend aus. Viel Fleisch; Gemüse nur zur Geschmacksstabilisation. Ein extra großer Kawenzmann. Der Teig nicht zu dick. Sie griff in die eine Hälfte und biss gierig hinein. Ihr Mund war voller Speichel.
Die Küchenuhr zeigte 23:22 Uhr an. Ihr Herzschlag erschien einen Tick zu schnell. Kauen und genießen. Herzhaft frischer Geschmack. Der Speisebrei in ihrem Mund schmeckte nach Zwiebeln. Herunter Schlucken, dann sofort einen Bissen nachlegen. Beatrix Hände zitterten leicht. Leichte Schweißbildung an ihnen. Gefühl von Ekel.
Zum Feuchttücher holen hatte sie jetzt keine Zeit. Nachher. Die Bakterien mussten später restlos entfernt werden. Der Yufka durfte aber nicht kalt werden. Nur nicht an das blöde Sodbrennen denken. Ihre Abbeiss Frequenz wurde immer schneller. Yufka Soße lief ihr die Mundwinkel herunter. Beatrix Magen brannte etwas. Das große Glas Zuckerwasser mit Coffein Zusatz half diesbezüglich nur wenig. Trotzdem weiter schlingen. Sie konnte jetzt auf keinen Fall aufhören. Nie mehr aufhören.

Die intelligenten Boxen spielten dezente Klassik zur Untermalung. Diverse Payroll Punkte versuchten gerade vergeblich, sich in Beatrix Magen zu verdauen. Die zweite Yufka Hälfte wartete auf ihre Hinrichtung.

Mohamed vertickte gerade auf einer Elektro Party für 20 Euro Pillen. Extasy, welches er von einem Landsmann – Chemie Student im 6 Semester – günstig erstanden hatte. Bereits das vierte Theken Geschäft an diesem Abend. Bis 05:00 war noch eine Menge Zeit; besser konnte es fast nicht laufen. Um auf Nummer sicher zu gehen, hatte er die Ware in einem Mülleimer hinter dem Club deponiert. 
 
Bullen Ärger wollte er in Deutschland tunlichst aus dem Wege gehen. Dies war ihm bislang auch weitgehend gelungen. Bis auf einmal Schwarzfahren in der U Bahn – eine Kleinigkeit– sauberer konnte seine Weste kaum sein.
In seiner Heimat war dies doch etwas anders gewesen. Glücklicherweise wusste dies hierzulande aber niemand. Oder besser gesagt – niemand wollte es wirklich wissen. Auf den Ämtern arbeiteten meistens mittelalte Damen mit viel Empathie. Kaum eine , welche seinem Charme wieder stehen konnte. Tiefer gehende Nachfragen fast immer Fehlanzeige.
Er zündete sich mit seinem Dupont Feuerzeug eine Zigarette an, inhalierte tief, lächelte und betrat zufrieden wieder den Club. Morgen würde er wieder 500 Euro per Payroll Union nach Hause transferieren. Sein älterer Bruder musste schließlich mit dem Ausbau des Hotels vorankommen. Deutschland war nur eine Durchgangsstation. Zuhause war Geld verdienen viel schwieriger. Am Wochenende würde er es der Dicken wieder besorgen. Ihr Brüste luden seinen Säbel förmlich ein. Mohamed hatte ein Faible für aus den Fugen geratene deutsche Frauen.

Dank einer mittelgroßen Portion Vanille Eis mit Sahne Haube hatte das Stillleben halber Yufka auf japanischem Teller noch eine kurze Schonfrist. Sie war wie von Sinnen. Mehr, immer mehr. Unter ihren Brüsten hatte sich wieder Schweiß gebildet. Völlegefühl. Welches Völlegefühl ? Yufka auf Eis schmeckt göttlich. Speisebrei mit Fleischzulage.
Morgen früh stand der nächste Arztbesuch an. Sie brauchte unbedingt eine Überweisung. Ein voller Bauch gab ihr die Illusion, zu existieren. Später unbedingt an die Magen Tabletten denken. Mohamed konnte ihr heute gestohlen bleiben. Er war sowieso wieder auf Party Tour.
Beatrix Brustwarzen waren immer noch aufgerichtet. Die nächste Salve glitt die Speiseröhre herunter. Sie fühlte sich befriedigt und leicht erregt. Das Stillleben bestand nur noch aus einem japanischen Teller. Pizza Zeit. Hilfsmittel Messer. Vier gleich große Teil erschien als angemessen. Türkische Pizzen sind zum Glück immer sehr dick belegt. Auch an Käse wurde nicht gespart. Doppeldecker Pizza. Fettig und noch heiß. 
 
Beatrixfühlte sich weiterhin erregt und bewegte das erste Stück in Richtung Mund.
Die Peperoni schmeckte nach extra scharf. Nach dem Durchbeißen entfaltete sie erst ihre ganze Kraft. Kurzes Innehalten ; die Augen tränten. Schnell ein Glas Coke hinterher. Das nächste Stück wartete schon. Salami und etwas Paprika lachten ihr fett triefend entgegen. Genug gelacht – im Magen wird es gleich dunkel. Schnell und schneller schlang Beatrix die teigige Masse. Ihren aufgeblähten Bauch nahm sie wissend in Kauf.
Sie öffnete sämtliche Knöpfe ihres Kimonos. Essen ist Lust. Lust ist Leben. Pizza bis auf den letzten Rest vertilgt.Siegerin – geschafft.


Beatrix befahl ihren intelligenten Boxen, die Raumtemperatur um 5 Grad zu reduzieren. Obwohl die moderneTechnik selbstredend auch diesen Auftrag in kürzester Zeit gewissenhaft ausführte, war ihr immer noch unglaublich heiß. Außer um die Bauchgegend herum – kaltes, wenig durchblutetes Fleisch. Jetzt war das Sodbrennen wieder wahrnehmbar. Sehr sogar. Sie entschloss sich zum Konsum einer weiteren Slim Light Zigarette. Schwindel, kalt schweißige Stirn. Sekunden andauernde Bewegungslosigkeit auf dem Lounge Sessel. Das Nikotin tat ihr nicht gut. Ein leichtes Kratzen im Hals. Beatrix schämte sich ob ihrer fehlenden Disziplin. Die Magen Tabletten wirkten nicht mehr. Überall kalter Schweiß. Herzrasen. Sie kannte diesen Zustand seit mindestens fünf Jahren.

Mohamed wickelte gerade Deal Nr.6 ab. Der Elektro Club platzte aus allen Nähten – Prime Time, Zufriedenheit und Umsatz. Das Hotel nahm so langsam greifbare Formen an. Geld liegt in good old Germany wahrlich auf der Straße. Oder in der Mülltonne. Er lächelte verschmitzt in sich hinein und bestellte an der Bar bei einer voll tätowierten Brünetten einen weiteren Whisky sour. Großzügig rundete Mohamed auf 10 Euro auf. Es war wichtig, das ihn in diesem Laden jeder in guter Erinnerung behält. Am Wochenende würde er zusätzlich seine dicke Grazie um etwas Geld bitten. Die kranke Mutter...

Die ersten 9 Kapitel als praktisches Ebook ?

 

Donnerstag, 13. Dezember 2018

Folge 007 (14.12.18)


#Beatrix oder daheim ist es am schönsten (Kapitel 07)

 

 


Beatrix geräumige und lichtdurchflutete 3,5 Zimmer Wohnung lag in einem Viertel, in welchem die Moderne seit einigen Jahren Einzug gefunden hatte.
Zumindest empfand sie es so. An jeder Ecke gab es kleine Bars und Cafes, in welchen man Sushi, selbstgemachte Pralinen oder auch vegane Gaumenfreuden konsumieren konnte. Abends herrschte auf den Straßen ein stetiges Wuseln. Es gab viele kreative Menschen in der Gegend. So weit Beatrix dies beurteilen konnte, ging im Viertel fast jeder irgendeinem Projekt nach. Gegenüber ihrer Wohnung hatte gerade eine Galerie für afrikanische Gegenwartskunst frisch eröffnet. Eine ihrer Nachbarinnen betrieb einen größeren youtube Kanal, auf welchem sie ihre Aktzeichnungen vorstellte.
Trotz allem lebten in dem Viertel viele Kleinkinder und Babys. Besonders in den Mittagsstunden und bis zum Einbruch der Dämmerung überall Mütter mit ihren Doppel Kinderwägen und Coffee to go Bechern.

Vor ein paar Jahren lebten in ihrem Viertel vor allem noch Rentner und Arbeiter. Die Fassaden waren damals alle viel grauer. Beatrix konnte dies beurteilen, den sie lebte bereits das siebte Jahr in ihrer Wohnung. Damals gab es 2 Eckkneipen für Menschen jenseits der 70. Ansonsten neben einer Bäckerei nicht viel Abwechslung.Nach 19 Uhr wurden sprichwörtlich die Gehsteige hochgeklappt.

Als ein Investor mehrere Blocks von der hiesigen Wohnbaugesellschaft gekauft hatte, wurde es dann fast über Nacht komplett anders. Die Häuser erhielten einen neuen modernen Anstrich; Farbe kehrte ein und Gewerberäume wurden geschaffen. Viele der gleichfalls grauen Vorbewohner zogen in den folgenden Jahren weg. Oder starben. Beatrix war sich diesbezüglich nicht ganz sicher.

Leben in die Gegend war aber eigentlich schon früher gekommen. Ungefähr vor 5 Jahren, als drei Straßenzüge weiter in einem still gelegten Fabrikareal der neue Elektro Club der Stadt eröffnet hatte. Plötzlich wollten alle in das vormals eher als langweilig geltende Kiez ziehen. Beatrix machte sich eigentlich nicht viel aus Clubbesuchen.
Um bei ihren Arbeitskollegen anerkannt zu bleiben, blieb ihr allerdings gelegentlich Freitags nichts anderes übrig, als Ja zu sagen. Ja zu stundenlangem dumm herumstehen um eine meist total überfüllte Bar. Ja zu viel zu lauten Bässen aus viel zu großen Boxen.

Ihr „Friend with spezial benefits“ Mohamed war diesbezüglich anders gepolt. Er wollte praktisch jedes Wochenende in den Club. Beatrix wusste, das er sporadisch in gute Bekannte etwas Weed verkaufte. Sie fand diese Tatsache moralisch durchaus vertretbar. Schließlich konsumierte er selbst keine Drogen. Zumindest beteuerte er dies mantrahaft regelmäßig. Außerdem brauchte er das Geld für seine kranke Mutter. Meistens blieb Beatrix allerdings zu Hause, wenn es Mohamed in das Nachtleben zog.

Die Mieten waren in den letzten Jahren natürlich schon arg nach oben geschnellt. Genau genommen um fast 120 Prozent die letzten 7 Jahre. Da Beatrix inzwischen gut verdiente, war ihr diese Kostensteigerung recht egal. Ein Kiez mit hohen Wohnkosten hatte nämlich durchaus auch seine Vorteile. Es hielt solche Versager wie vorhin vor dem Supermarkt fern. Und alte Menschen leben doch meistens lieber im grünen.

Vor ihrem generalsanierten Wohnblock legte sie ihren Daumen auf einen Sensor. Wie von Geisterhand gesteuert öffnete sich die im Bauhaus Stil gestaltete Eingangstüre. Das Treppenhaus war dezent, aber perfekt ausgeleuchtet. Für die Treppenhausbeleuchtung hatte der neue Investor extra einen Light Artist aus Mailand verpflichtet. Als sie damals einzog, spendeten hier noch profane und zumeist vergilbte Neon Leuchten Erleuchtung. Ihre Einkäufe zog Beatrix mittels eines Trollys hinter sich her. Sie freute sich auf Essen. An ihr Sodbrennen hatte sie sich inzwischen gewöhnt.

Selbst der Aufzug hatte eine General Überholung erhalten. Der einst simple 70er Jahre Stil der Marke höchstens 8 Personen mit 500 kg. Leibesfülle war einem eleganten Hybrid aus Tradition und Moderne gewichen. Modernste Digital Technik , welche ihren Dienst in einem im Chandler Stil der 40er Jahre gebauten Aufzug verrichtete.
Beatrix fand diese Veränderungen toll. Auch die unauffälligen und überall im Treppenhaus angebrachten Überwachungskameras störten sie nicht. Sie waren perfekt in die Architektur integriert und gaben ihr ein Gefühl von Sicherheit. Jede Bewegung im Treppenhaus wurde aufgezeichnet und bis auf Wiederruf digital gespeichert. Im Bedarfsfall griff ein privater Sicherheitsdienst unmittelbar und schnell ein.Seit Beatrix in dem Haus wohnte, war hier noch nie ein Verbrechen passiert. Hierfür bezahlte sie gerne 90 Euro zusätzlich im Monat.

Ihre Wohnungstüre öffnete Beatrix gleichfalls mittels ihres Fingerabdruckes. Sie hätte zwar auch einfach ihren Schlüssel verwenden können. Ein normales Schloss besaß die filigran verglaste Türe nämlich auch. Die Fingerabdruck Variante fand sie aber deutlich schicker und erinnerte sie an diverse Ami Serien, welche sie sich zugegeben mehr als regelmäßig reinzog. Die meisten in ihrem Betrieb hatten derartige technische Spielereien zuhause nämlich nicht vorzuweisen.
Außer ihr konnten nur Mohamed und ihre Mutter Haus und Wohnung mittels einfachem Daumendruck betreten. Beatrix war dies eigentlich nicht sonderlich recht; hätte aber ansonsten in beiden Fällen eine Kränkung wegen fehlendem Vertrauen nach sich gezogen. Gerade Mohamed war in dieser Beziehung recht eigen.

In ihrer Wohnung befahl sie als erstes ihrem intelligenten Boxen System per Sprachsteuerung, dezente Hintergrundmusik zu spielen.

Es erklang 'I Will Always Love You' von Whitney Houston . Nicht ganz zufällig.
Ihre Boxen wussten wahrscheinlich mehr über Beatrix als sie selbst. Immerhin konnten nämlich auf ihr Surf- und Einkaufsverhalten im Netz zugreifen. Und dies über Jahre.
Außerdem hatte sie sich mit zwei ihrer Freundinnen des öfteren über die leider viel zu früh verstorbene Soul Diva unterhalten. Diese Gespräche waren dem Algorithmus der Boxen augenscheinlich nicht unerkannt geblieben. Boxen war sowieso ein fast schon herabwürdigender Ausdruck für diese tolle Erfindung. Hiermit konnte sie sämtliche ihrer Elektro Geräte intelligent per Sprache steuern. Gerade im Falle des Fernsehers fand Beatrix dies unglaublich cool. Zeige mir eine Doku – und zack – sofort war auf dem Bildschirm etwas zu sehen, was wirklich ihrem Geschmack entsprach. Sie liebte Technik, welche einem das Leben derart einfach macht.

Nachdem sie ihre Einkäufe in den im 50er Jahre Stil gehaltenen Kühlschrank einsortiert hatte, beschloss Beatrix, das es Zeit für bequemere Kleidung ist. Ihre Jeans rieb weiterhin rigoros an ihrem teilweise wund gescheuerten Bauch. Sie durfte später auf keinen Fall vergessen, Dr. W. Verschriebene Salbe auf die geröteten Stellen aufzutragen.
Außerdem hatte sie das Gefühl, das ihre Straßenkleidung nach Moder und Verfall roch. Auf der Supermarkt Toilette hatte sie sich sicher gefährliche Bakterien eingefangen. Beatrix schauderte leicht.

Ihr gleichfalls über intelligente Digital Technik verfügende Kleiderschrank empfahl ihr via beruhigender Frauenstimme daher den japanischer Kimono, welchen sie vorigen Monat bei einem bekannten Online Händler erstanden hatte. Diesen Vorschlag fand Beatrix in Anbetracht ihrer momentanen Verfassung mehr als angemessen. Obwohl noch nie in ihrem tatsächlich in Japan gewesen, hatte sie bereits zu Kindertagen ein Faible für dieses Land entwickelt. Mangas lass sie unglaublich gerne. Außerdem war er unglaublich bequem und kaschierte vortrefflich ihren Walroß haft aus den Fugen geratenen Bauch.
Beatrix zog sich aus und beförderte ihre heutige Kleiderwahl in ein Behältnis, welches ihre Anziehstücke anschließend sortierte, reinigte und wieder an die vorgesehenen Stellen in den Schränken beförderte.

Intelligent Clothing hieß dieses System, welches erst seit einem Jahr auf dem europäischen Markt eingeführt worden war.Sündhaft teuer aber im täglichen Konkurrenzkampf mit ihren Kolleginnen ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Noch 43 Monatsraten und es gehörte bis auf den letzten Chip ihr. Dafür lohnte es doch zu arbeiten und Karriere zu machen. 


Die ersten 9 Kapitel als praktisches Ebook ?

 

Sonntag, 9. Dezember 2018

Folge 006 (9.12.18)

#Beatrix fährt in die Apotheke (Kapitel 06)

 

 


Beatrix war froh, als sie endlich ihren Einkauf hinter sich gebracht hatte. Schnell weg von hier ! Motor an, Rückwärtsgang eingelegt und ab nach Hause ! Entgegen ihrer sonstigen Angewohnheiten zündete sie sich zum Fahren eine ihrer Light Zigaretten an. Normalerweise hasste es Beatrix, wenn in einem Auto geraucht wird. So stickig; keine Luft mehr ! Obwohl sie vom Verstauen ihrer Einkäufe immer noch außer Atem war, zog sie den Rauch ihrer Zigarette dennoch tief ein. Diese widerlichen Menschen vor dem Supermarkt ! Sie machten ihr Angst. Sich so würdelos gehenlassen.

Im Mp4 Spieler trällerte gerade ein Radiosender , welcher heute wohl Deutschrock zum Themenschwerpunkt hatte. Es lief „Der Typ aus ZelleNummer 10“ von Westernhagen.
Beatrix fiel ein, das sie noch ein Rezept aus der Apotheke abholen musste. Sie hatte zwar noch drei Schlaftabletten in petto – dennoch wollte sie diesbezüglich auf Nummer Sicher gehen. Außerdem war die Nacht Apotheke ja keine 500 Meter entfernt und ein paar zusätzliche Payroll Punkte konnten schließlich nicht schaden.

Danach brauchte sie aber dringend etwas zu essen. Trotz 30er Zone beschleunigte Beatrix ihren Waagen auf unerhörte 40 Km / Stunde. Ihr Sodbrennen war zwar geringfügig besser geworden; plagte sie aber immer noch konstant. Vielleicht hatte sie sich aber auch nur daran gewöhnt. Der Duftbaum spendete weiter fleißig Papaya Duft und aus den Boxen schepperte nun „99 red Ballons“ von Nena.

Nach der Hälfte drückte Beatrix ihre Zigarette aus. Sie betrachtete sich während der kurzen Fahrt im Rückspiegel. Ihr Lippenstift brauchte dringend eine Auffrischung. Hoffentlich hatten sie in der Apotheke ihre Tabletten auch vorrätig. Der morgige Arztbesuch war ihr neunter dieses Quartal. Den Zahnarzt nicht mitgerechnet.
Weiterhin scheuerte der Gurt an Beatrix Bauch. Zumindest dann, wenn sie um die Kurve fuhr.

Der ungefähr 60 Jahre alte Apotheker kannte Beatrix bereits seit Jahren , begrüßte sie per Handschlag und händigte ihr mit einem Strahlen im Gesicht das gewünschte Präparat aus. In stürmischen Zeiten wie den momentanen waren langjährige Stammkunden Gold wert. Und vor allem solche, welche quasi im Wochentakt mehrere Rezepte einlösten. Er schrieb Beatrix ihre Payroll Punkte gut, bedankte sich und hielt ihr zum Abschied noch die Türe auf. 


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Samstag, 8. Dezember 2018

Am 2 Advent gratis.

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Dienstag, 27. November 2018

Folge 005 (28.11.18)


#Serge und seine Nille (Kapitel 05)

 

 


Serge schwankte durch die Hallen des Supermarktes. Das schwarz gekleidete Sicherheitspersonal beobachtete ihn argwöhnisch. Aber zumindest in dieser Kaufhalle hatte er kein Hausverbot. Nicht, das er hier noch nie geklaut hätte. Im Gegenteil – eine Schachtel Kippen landete fast täglich in den Weiten seiner die Waschmaschine nur sporadisch sehenden Klamotten. Auch Vodka, Bier und Würste wurden oft konsumiert und nur selten bezahlt. Aber Serge war halt schlau und ließ sich von den Security Lappen nicht erwischen. Da er heute aber bereits Schlagseite wie ein Kuhschwanz hatte, beschloss er, den 16er Pack kleiner Feiglinge ausnahmsweise zu bezahlen. Besoffen klauen kannst du knicken.

Obwohl er vorhin beim pissen wieder etwas Blut gesehen hatte, war seine Grundstimmung immer noch Geilheit. Die wie Fußpilz brennende Eichel hämmerte gegen seine XXL Tarnhose. Da war doch wieder das dicke Fickfleisch vom Eingangsbereich. Serge fasste sich mit der linken Hand in die Hose und prüfte seine bestes Stück.
Alsbald waren seine Finger voll mit Ablagerungen, welche sich ziemlich glitschig anfühlten und bei näherer Betrachtung einen gelblichen Farbton aufwiesen. Nillenkäse ! Serge roch an seinen Fingern. Würziger Nillenkäse ! Höchte Zeit, das hier mal wieder richtig sauber geleckt wird.

Das dicke Fickfleisch war mit der Lektüre von Zeitschriften beschäftigt. Ihre riesigen Titten wackelten bei jeder kleinen Bewegung. Ein zum bersten gefüllter Einkaufswaagen stand vor ihr. Will die das alles alleine fressen ? Serge hatte nur noch selten Hunger.

Ihre Jeans schien jeden Moment zu explodieren. Dralles, verfressenes Fickstück – soll sie sich doch seinen Serge in den Rachen schieben. Käse gibt es dann noch gratis dazu. Er musste lachen. Die kleinen Feiglinge in seiner rechten warteten darauf, endlich gesoffen zu werden. An der Kasse wollte einer der Security Lappen in seinen Rucksack sehen. Blödes Pack – für wie blöde hielten die ihn eigentlich ? Serge ging wieder zurück zum Eingangsbereich. Seine Kollegas wollten schließlich schnell Nachschub.

Seit fast 15 Jahren war er quasi ununterbrochen am saufen. Zuerst nur Bier und am Wochenende etwas Vodka. Seit langem hatte er jeden Tag Wochenende. Aufgrund eines Arbeitsunfalls vor 12 Jahren war Serge nämlich bereits in Frührente. Und das mit 41 Jahren.

Da er wenig für Essen und Körperhygiene ausgab, reichte ihm seine Rente zum täglichen Saufen vor dem Supermarkt üppig. Außer, er war wieder einmal auf dem Geier nach Shore. Er war kein Junkie, den gespritzt hatte er sich Heroin noch nie. Aber ab und zu rauchen oder schnupfen – das beruhigte ihn ungemein. An diesen Tagen trank er dann auch etwas weniger Alk. Gelegentlich ging er zu Dr. W und klagte wegen imaginärer Schmerzen aufgrund seines leider allzu realen Arbeitsunfalls.
Der liebe Herr Doktor verschrieb ihm dann ab und zu Fentanyl Pflaster. Wenn man sie aufkocht, fast so gut wie Heroin. Leider nur fast und gelegentlich gab es auch gar nichts. Immer dann, wenn Dr. W ein schlechtes Gewissen bekam und Unsinn wie :“Serge, aufgrund ihrer Leberwerte müssen wir mit dem Fentanyl dringend eine Pause machen“ laberte.
Er hasste Pausen und hatte sich mit seiner Leberzirrhose im mittleren Stadium inzwischen abgefunden. Wozu gab es Tabletten ? Seine Leber war ihm im Grunde aber scheißegal. Irgendwann verreckt jeder. Da Dr.W dem schnellen Geld nicht abgeneigt war, gab er Serge meistens das Gewünschte. Das wussten auch seine Kollegas. Deswegen war die Praxis von Dr. W auch jedes mal bis zum Bersten voll. Serge sammelte Rezepte wie andere Menschen Briefmarken.

Die kleinen Feiglinge wurden im Eingangsbereich bereits ungeduldig erwartet. Serge verteilte die Leberfreuden an die anderen drei.Ihm selbst war das Zeug eigentlich zu schwach. Aus Gewohnheit schnappe er sich allerdings dennoch eines der kleinen Flaschen. Sie prosteten sich langsam lallend zu. Später würde er wieder auf Vodka umsteigen. Alles andere war langweilig.
Serges Schwanz befand sich in einem Dämmerzustand zwischen Erektion und Ermattung. Mit Tendenz zu ersterem.

Vor über zwei Monaten hatte er zum letzten Mal gefickt.
Tamara, eine alte Alk Nutte im Wohnwagen. 12 Euro hatte ihn dies damals gekostet. Vor allem für Vodka. Als er mit einer frischen Flasche gelockt hatte, nahm ihn Tamara dann in diesen alten Wohnwaagen hinter einem Abbruchhaus am Bahnhof mit. Serge wusste genau, das die 53 jährige Hängetitte bei hochprozentigem nicht nein sagen kann. Er öffnete die Flasche erst, als sie sich endlich ausgezogen hatte. Alte Schule – in ihrem Intimbereich wucherte ein leicht angegrauter Urwald. Die Titten erinnerten an herunterhängende Teigtaschen ohne Füllung.

Im Wohnwaagen roch es nach Katzen Pisse und Moder.
Serge war damals trotzdem richtig geil, da er sich Nachmittags beim saufen zum Spaß Unmengen an Viagra herein gepfiffen hatte. Loch ist Loch – jede Frau verdient es, gefickt zu werden. Aufgrund der aufgeplatzen Eiterbläschen auf seiner Eichelspitze bestand aber selbst Tamara auf ein Kondom. Die alte Etepetete Schlampe !

Sein Schwanz stand damals zwar stramm wie ein Hitlerjunge an Adolfs Geburtstag - war allerdings auch trockener als trocken. Wenn man einmal von kleineren Eiteransammlungen auf der Eichelspitze absah.
Mit Hilfe des mit Gleitgel versehenen Präservativs Geschmacksrichtung „Exotic Banana“ schaffte er es dann doch, seinen ausnahmsweise standhaften Serge in die Vodka Schlampe hineinzurammen.
Er fühlte sich dabei ein wenig wie der Vampirjäger van Helsing, als dieser den Grafen Dracula pfählte. Tamara reagierte mit einem gespielten Orgasmus. Sie furzte mehrfach. Ihr Gestöhne erinnerte eher an eine Hochbetagte im Altersheim. Die alte Schnapsdrosel war einfach gierig auf den Vodka !

Nach ein paar Stößen zog er seine Banana verpackte Eiterbeule aus Tamara heraus. Die aufgeplatze Eichel blutete leicht und brannte gerade wegen des Kondoms wie Höllenfeuer. Tamaras furztrockene Muschi machte den geplanten Kavaleriebeschuß auch nicht gerade einfacher. Serge fühlte sich, als ob sein bestes Stück von einer alten aufgerauhten Supermarkt Plastiktüte verschlungen wird. Diese Vorstellung war ihm keine Flasche Vodka wert !
Tamara lag breitbeinig und ohne größere Bewegung Anstrengungen auf dem weißen Klappbett. Lediglich ihre Hängetitten wackelten sporadisch.
Das Bettlaken war voller kleiner und teilweise auch größerer Flecken. Farbton zumeist in das Bräunliche gehend. Serge wusste, das sich Tamara oft mit allen möglichen Typen in den alten Wohnwagen zum ficken zurückzog. Sie wollte schließlich jeden Tag saufen ! Geld hatte sie meistens so gut wie keines.

Serge zog sie an der Schulter nach oben und postierte Tamara sitzend auf die Bettkante. Er stellte sich vor sie. Sein schmerzender Schwanz stand immer noch stramm. Das aufgeriebene Kondom hatte er abgestreift und unter das klapprige Klappbett gepfeffert. Selbst in Alki Kreisen war Tamara nicht gerade als Intelligenzbestie bekannt.
Dumm fickt nicht immer gut. Sie blickte Serge voller Vorfreude an. Gleich gibt es Vodka hinter meine grell pink geschminkten Lippen – in diese Richtung musste ihr Denken wohl in diesem Moment gegangen sein.

Serge wartete ein paar Sekunden ab. Seine Eichel war aufgepumpt und drohte jeden Moment zu platzen. Kleine Eiterbläschen, welche fast zu dampfen schienen. Da er tagelang nicht zu Hause gewesen war, kannte sein Viagra gepimpter Schwengel schon seit längerem keinen Kontakt mehr mit Duschgel und Konsorten. Damals wie heute : Nillenkäse im fortgeschrittenen Stadium.
Er befahl Tamara, die Augen zu schließen und „Ahh“ zu sagen. So wie beim Zahnarzt. Den hatte das Fickstück schon lange nicht mehr zu Gesicht bekommen. Allzu viele Zähne zierten ihre Kauleiste nämlich nicht. Er packte sie mit beiden Händen an ihrem speckigen Hals. Wenn du keine Scheiße baust, gibt es nachher was zu saufen. Andernfalls entsorge ich dich. Sie nickte zustimmend. Angst in ihren Augen.

Seine Eiterkeule berührte ihre eine Spur zu feuchten Lippen. Langsam tastete sich Serge in ihren Mundinnenraum vor. Er zog sie mit seiner rechten Hand an ihren langen blonden Harren einen Tick zurück. Diese fühlten sich fettig an, was seiner Geilheit keinen Abbruch tat. Mit der linken Hand massierte er seine prall gefühlten Eier. Sein Penis drang weiter in ihr versoffenes Maul vor. Tamaras leicht pelzige Zunge schenkte ihm die dringend benötigte Feuchtigkeit. Ihre Augen waren jetzt geschlossen. Als Serge ein leichtes Würgen in ihrem Rachen bemerkte, riss er sie apprupt an ihren Haaren einen Tick zurück. So, das es leicht weh tat. Sein Schwanz steckte immer noch zu einem Drittel in ihrer Fresse. Sie saugte fast panisch – wohl in der Hoffnung, das es dann bald vorbei sein wird. Schuss, aus – Vodka.

Für einige Sekunden tat er überhaupt nichts. Die Bewegungslosigkeit wurde nur von Tamaras Nukelgeräuschen unterbrochen. Irgendwo vor dem Wohnwagen stritt ein hysterisches Pärchen. Dann stieß er plötzlich tiefer vor. Leichtes Kribbeln in seinen Eiern. Auf die Zähne beißen – jetzt noch nicht. Seine Eichelspitze war jetzt fast bis zu ihrem Gurgel zapfen vorgedrungen. Serge merkte, das Tamara wieder zu würgen begann. Ihre Lippen hatten seinen prallen Schwanz dennoch fest im Griff.Was blieb ihr auch anderes übrig. Er zog ihn wieder einen Miniatur Tick zurück. Das sich streitende Pärchen wurde noch lauter. Tamara atmete spürbar auf. Dann wieder in Richtung Gurgel zapfen und das mit Karacho. Serges Eier tanzten Rock en Roll. Seine Eiterkeule schien zu vibrieren. Bis auf wenige Zentimeter war sie komplett in ihrem Mund verschwunden. Wieder ein dieses mal heftiger werdendes Würgen.

Serge kümmerte sich nicht mehr darum. Seine Eier wollten explodieren. Sie bekam die glibrige Soße fast direkt in ihren Magen serviert. Oder besser gesagt – geschossen. Serge und seine Sperma Kanone. Was für ein prachtvoller Abschuss !
Er versuchte, seinen Schwanz anschließend sofort aus ihrem Mund herauszuziehen. Einen Tick zu langsam. Ihr Würgen war apprupt in ein kotzen übergegangen. Hatte die alte Schlampe heute also doch schon etwas gegessen ! Halbverdaute Nudeln und eine breiige Paste, welche entfernt an irgend etwas mit Hackfleisch erinnerte, zierten seinen noch immer halb steifen Penis. Sie hatte es tatsächlich gewagt, ihn anzukotzen ! Das Gewürge roch penetrant säuerlich.

Ihr Gesicht war rötlich angelaufen. Sie beugte sich nach vorn und reierte weiter auf den Boden vor seinen Füssen. Auf der immer größer werdenden Kotzlache thronte seine Sperma. Zumindest bildete sich Serge dies ein. Er hatte langsam das Interesse verloren und säuberte mit Hilfe des Kopfkissens seinen Schwanz von Nudelresten und wiedergekäutem Hackfleisch. Wieder ein paar Flecken mehr. Danach zog er seine Hose wieder an, verstaute den Vodka in seinem Rucksack und verließ den Wohnwaagen. Tamara war weiter am kotzen. Was in eine alte Schlampe doch nicht alles hinein passt.


Als Serge seinen Kollegas gerade die nächste Runde kleiner Feiglinge präsentierte, schob das dicke Stück Fickfleisch ihren vollgepackten Einkaufswaagen in Richtung ihres Autos. Sie lief raschen Schrittes und beeilte sich beim Einladen merklich. Merklich geriet sie hierbei außer Atem. Serge gefiel die Panik, welche sie wohl erfasst haben musste. Der Zustand seiner Käsestange war mit einem Male wieder Knüppel hart. Sie schmiss ihre Lebensmittel förmlich in ihren Kofferraum. Serge griff in die Seitentasche seiner Hose und entnahm einen abgewetzten Kneipen Notitzblock. Er notierte die Nummer ihres KFZ. Anschließend betrat er wieder den Supermarkt. Jetzt wollte er auf Vodka umsteigen. An seinen harten Schwanz hatte er sich inzwischen gewöhnt. 



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Sonntag, 25. November 2018

Folge 004 (25.11.18)


#Beatrix kauft ein (Kapitel 04)

https://sozialpunkte.blogspot.com/2018/11/schwedentrunk-als-e-book.html

Endlich konnte sie den Verkaufsraum des Supermarktes betreten. Ihr Einkaufswagen steuerte als erstes die Wurstabteilung an. 2 Packungen flämische Leberpastete : Payroll Punkte und Geschmack Orgasmus. Zur Sicherheit noch 200 Gramm Krustenbraten. Mit Mayonnaise schmeckt alles gleich sehr viel besser. Sahne Käse und Butter – Brötchen sind ansonsten viel zu trocken.

Diese fand sie in ausreichender Zahl in der Backwarenabteilung. Die Schinken Croissants sahen sehr lecker aus – Spontankauf 3 Stück. Dazu noch eine gefüllte Blätterteigtasche für den Nachtisch. Selbstverständlich geizte auch die Backwarenabteilung nicht mit Payroll Punkten. Glücksmomente in Beatrix Leben. Ihr Sodbrennenn nahm sie nur noch als Hintergrundrauschen war.
Guter Pudding ist jeder Löffel wert. Besonders der mit Vanille und extra viel Sahne. Selbstverständlich landete hiervon eine 4er Packung inBeatrix Einkaufswaagen.

Im Payroll Rechenzentrum wurde wie immer Beatrix Bewegungsprotokoll durch die heiligen Hallen der Konsumfreuden aufgezeichnet und ausgewertet. Cola ohne Zucker – ein Unding. Und Undinge landen nicht in Beatrix Einkaufswaagen.

Kaum deutsch sprechende Mindestlohn Empfänger waren mit dem Auffüllen der Regale beschäftigt. Sie versperrten an vielen Stellen den freien Zugang zu den Regalen. Beatrix fühlte sich an den Hindernislauf im Schulsport erinnert. In Sport hatte sie früher bestenfalls durchschnittliche Zensuren. Na ja, zumeist eine Vier oder Fünf. Bei Mannschaftssportarten wurde sie durchschnittlich als drittletzte gewählt. Immerhin hatte sie sich vor vier Monaten im Fitness Studio angemeldet. Leider war sie bislang noch nicht zum trainieren gekommen. Ihr Job forderte sie einfach 24/7. Sie hatte oft das Gefühl, das sie die Firma alleine führen müsse. Zumindest ihre Fitness App hatte sie aber bereits installiert.

Selbstverständlich sollte der heutige Tag nicht ohne eine warme Mahlzeit enden. Die neuen Doppel Burger aus dem Tiefkühlregal standen hier ganz weit oben auf ihrer Präferenz Liste. Dicht gefolgt von der XXL Lasagne. Da sich Beatrix nicht entscheiden konnte, entschloss sie sich kurzfristig für beides. Zuerst das eine, dann das andere. Die anfallenden Payroll Punkte konnte sie schließlich auch gut gebrauchen. In ihrem Postleitzahlenbereich befand sie sich dieses Quartal auf Platz 7 der payroll Punktesammlerinnen.

Eine frische Packung Feuchttücher kann kein Fehler sein. Möglicherweise die Packung Slim Light Zigaretten – aber das Nikotin half Beatrix ungemein beim Stressabbau.
Im Zeitschriftenregal lächelten ihr die Cover diverser Frauenmagazine gebleached entgegen.

Trotz diverser Besuche beim Zahnarzt entsprach ihr Kauwerkzeug nur zum Teil dem „Weiß ist geil“ Schönheitsideal. Ihre Zähne waren leider leicht verfärbt. Auch zwei Zahn Bleaching Behandlungen konnten diesbezüglich nicht viel bewirken. Erbrechen hinterlässt eben seine Spuren. Danach fühlte sich Beatrix aber oftmals besser.

Neben Essen war Lesen ihre zweite Leidenschaft. Außerdem muss Frau ja auf dem laufenden sein, was gerade en vogue ist. Vegane Ernährung bereits bei Kleinkindern in der neuen Madleine oder Sex mit Männern aus islamisch geprägten Kulturkreisen in der Herbst Ausgabe der Berlin Woman. Zwei eigentlich sehr spannende Themen, welche das Interesse von Beatrix geweckt hatten.

Aber eigentlich war sie ja gerade mit der Lektüre eines neu erstandenen Buches beschäftigt. Ganz interessant und fesselnd : „Der Dusel in meinem Kopf“ von Nicole Horschel. Eine Art Tagebuch einer Psychotikerin aus Süddeutschland. In einer sehr bildhaften und mehrschichtigen Sprache geschrieben.
Da Beatrix ihre fesselnde Neuerscheinung unbedingt bis zum Wochenende zu Ende gelesen haben wollte, fehlten ihr zur Lektüre von Magazinen momentan eigentlich die Zeit.Dennoch entschloss sie sich zumindest zum Kauf der Berlin Woman.

Vielleicht konnte sie hier ja etwas über ihre Beziehung zu Mohamed lernen. Mohamed wollte oft Sex. Einen beschnittenen Penis hatte Beatrix zuvor noch nie gesehen. Er gab unverhohlen zu, das er auf füllige Frauen steht. Da er kaum deutsch sprach, unterhielt sie sich mit ihm mittels einer Mischung aus Denglisch und Gebärdensprache.
Oftmals bat er sie um etwas Geld. Beatrix verstand dies. Schließlich musste er sich in seinem Heimatland noch um seine kranke Mutter kümmern. Durchschnittlich sah sie Mohamed zweimal die Woche. Er musste schließlich ja auch noch deutsch lernen. Vier Jahre jünger war er auch noch. Und über seinen Asylantrag war auch noch nicht entschieden. Gelegentlich sprach er sogar von Heirat.
Na, laut Berlin Woman war sie diesbezüglich ja nicht alleine. Beatrix war jedenfalls auf die Erfahrungsberichte der anderen Frauen sehr gespannt. In dem Buch von Nicole Horschel wollte sie aber auf jeden Fall auch noch ein Kapitel lesen.

Beim erneuten Besuch der Tiefkühltruhe entschied sich Beatrix zum Kauf einer 500 g. Packung Speiseeis. Eis beruhigt den Hals wunderbar. Gelegentlich ist es wunderbar, sich selbst zu befreien. Aber eigentlich fand sie es ekelhaft, sich zu erbrechen. Selbstreinigung darf aber keinen Spass machen.

Sie beschloss, langsam an die Kasse zum zahlen zu gegen.
Die Payroll Punkte sollten endlich auf ihren Account gebucht werden ! Ihrer Rechung nach musste sie heute den „Super Doppler“ Modus erreicht haben. Alle Punkte im weiteren Verlauf dieses Monats würden dann doppelt zählen. Vielleicht konnte sie hiermit sogar auf Platz 1 der regionalen Payroll Rangliste gelangen. Sie spürte einen Anflug von Freude.

Außerdem fühlte sich Beatrix beobachtet. Da war doch wieder diese ekelige Alki Typ aus dem Eingangsbereich. Wohl am Nachschub kaufen. Aufdringlich starrte er zu ihr hinüber. Mit so schwarzen Zähnen würde sie sich schämen. Nächste Woche hatte sie einen weiteren Termin bei ihrem Zahnarzt. Beatrix hatte den Wunsch nach strahlend weißem Kauwerkzeug noch nicht aufgegeben. Ob die Krankenkasse wollte oder nicht – sie hatte zu bezahlen. Schließlich hatte sie einen verantwortungsvollen Job. Auf die Außenwirkung kommt es schließlich an.

Was der Typ nur von ihr wollte ? Beatrix fand ihn unangenehm. So konnte man sich doch nicht in der Öffentlichkeit geben. Daheim wollte sie erst einmal essen. Und ihre Payroll Punkte noch einmal selbst auswerten. Das verschaffte ihr eine beruhigende Befriedigung.

 

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Samstag, 17. November 2018

Schwedentrunk als E-Book

Seit heute (17.11.2018) gibt es Schwedentrunk Sozialpunkte 2.0 (Folge 1) auch als E-Book. Insgesamt 9 Kapitel in Heftromanlänge (60 Seiten). Am Sonntag, den 18.11.2018 ist das Buch bei amazon komplett kostenlos bestellbar.

Sonntag, 11. November 2018

Folge 003 (12.11.18)


#Beatrix auf der Toilette (Kapitel 03)

 




Beatrix war froh, als sie endlich den Vorraum des Supermarktes erreicht hatte. Hier war mit einem Male alles viel freundlicher. Die Musik von Rihanna erinnerte sie in dezenter Hintergrund Lautstärke an den Grund ihres Besuches. Kaufen und Payroll Punkte. Und essen. 

Durch die Glasscheibe konnte sie das Treiben der vier Trunkenbolde beobachten. Sie gafften weiter unverhohlen in Beatrix Richtung. Serge ließ frivol seine Zunge kreisen. Sie wirkte krank und verdorben. Ihr rot war in einen eitrigen Gelbton übergegangen. Beatrix versuchte , ihren Blick nicht in Richtung der Vierbande gleiten zu lassen. Ihre Hände waren weiterhin feucht von Schweiß. 

Vanille Pudding wollte sie heute unbedingt in ihren Einkaufskorb legen. Bis zum Wochenende doppelte Payroll Punkte. Selbiges galt auch für die leckeren Schnitten aus Milch mit der neuen Sahne Füllung. Zur besseren Orientierung hatte sie sich für ihren heutigen Einkauf auf ihrem Smartphone eine „Must Have“ Liste angelegt. Selbstverständlich durften hier die neuen Doppel Burger aus dem Tiefkühlregal nicht fehlen. Ihr Bauch fühlte sich leicht aufgebläht an. 

Direkt neben der Kundentoilette befand sich eine Werbetafel , welche Bananen und andere Südfrüchte anpries. Die Bananen strahlten in einen goldgelben gelb – eine Südseeschönheit perfekter Formgebung räkelte sich auf dem A0 Plakat.
Serge blickte in den Supermarkt hinein . Mit seiner rechten Hand rieb er an seinem Schritt. Die Bananen lockten mit einer vierfach Ausschüttung von payroll Punkten. 

Beatrix  betrat die geräumige und mit einem Wickeltisch ausgestattete Kundentoilette. Ein ritualisierter Griff in ihre Handtasche förderte eine Dose Desinfektionsspray zu Tage. Öffentliche Toiletten sind ekelig und voller Bakterien. Beatrix schüttelte sich angewidert. Anschließend schüttelte sie die 12 Payroll Punkte wertvolle Dose und sprühte den zebra gesprenkelten Toilettensitz mehrfach ein. Als sie zweimal die Spülung betätigt hatte, war sie für den Bruchteil einer Sekunde zufrieden. 

Sie öffnete den Knopf ihrer 199 Euro Jeans und ließ diese über ihre elefantenhaften Schenkel gleiten. Beatrix schämte sich wegen ihrer Cellulite. Dr. W. riet ihr diesbezüglich zu Sport und einer kalorienreduzierten Ernährung. Aber für dieses Leiden muss es doch sicher auch ein Medikament geben. Beatrix war sich hier sicher. Morgen würde sie ihn auf dieses Thema noch einmal ansprechen.

Aufgrund ihres Urin Fauxpas klebte ihr hellroter Slip etwas im Intimbereich. Sie versuchte, dem Problem mit etwas Toilettenpapier zu Leibe zu rücken.
Selbst auf der Toilette gab es dezente Musikuntermalung. My Way von FrankSinatra.

Serge  öffnete auf dem Parkplatz eine neue Flasche Bier. Das Stück Toilettenpapier war alsbald Urin feucht. Waxing – nicht ein Haar thronte in Beatrix Intimbereich . Sie setzte sich auf den desinfizierten Toilettensitz. Ihr After schmerzte etwas. Die Brüste hingen nach unten. Mit 29 Jahren durften sie dies eigentlich noch nicht.
Sie rieb über ihren aufgeblähten Bauch. Er fühlte sich fremd und kalt an. Beatrix war leicht übel. 

And i did it my way – ihre Arschlochöffnung fabrizierte Bariton hafte Geräusche. Leichte Bauchkrämpfe – tägliche Toiletten Routine bei Beatrix. Eine Salven Kot in Form und Konsistenz von wiedergekäutem Schokopudding verließ raketenartig ihren Allerwertesten. Ihr Hinterteil begann etwas zu brennen. Leichter Urinfluß. Die nächsten fünf Sekunden schien die Welt still zu stehen. Es passierte überhaupt nicht. Die vormals leuchtend weiße Toilettenschüssel schien sich an ihr neues hellbraunes Spenkelmuster gewöhnt zu haben. 

Serge bekam von alledem nichts mit und genehmigte sich einen kleinen Feigling. Sein leider etwas jukender geröteter Penis war noch halb erigiert. Unangenehm, den er hatte das dringende Bedürfnis, zu pissen. Ob mit oder ohne Blut. Wenn nur dieses brennen nicht wäre. 

Bis auf ein paar unverdaute Paprikastückchen war Beatrix Stuhlgang Nachsalve komplett flüssig. Dafür aber von beachtlicher Quantität. Wenn nur nicht die Toiletten Schüssel derart hellhörig wäre. Diese widerhallenden Geräusche waren ihr peinlich. Vereinzelte Kot Spritzer hatten Platz auf der Rückseite ihrer Elefanten haften Oberschenkel genommen.

Für alle Fälle – auch diesbezüglich war Beatrix gewappnet. In ihrer Handtasche befand sich stets eine frische Packung Feucht Tücher. 5 Payroll Punkte beim letzten Drogerie Markt Einkauf. Sie entnahm hastig zwei Stück und säuberte ihre Schenkel. Die Feuchttücher waren nun Brauntücher und schwammen alsbald in der hellbraunen Soße. 
 
Beatrix Bauch krampfte erneut – erneut verließ ihr Arschloch eine Salve schlecht verdauter Payroll Punkte. Erneut flüssig; Geruchsnuance Durchgangsgasse eines dritte Welt Slums.
Die Dauerbeschallung des Supermarktes spiele nun oops i did it again , Beatrix fühlte sich leer geschissen , die Bauchkrämpfe waren leicht besser geworden und der Einkauf konnte eigentlich beginnen.

Ihr Smartphone übermittelte seine Koordinaten regelmäßig an payroll. Hierfür bekam Beatrix monatlich 20 extra Punkte gutgeschrieben. Was bitte soll den schlimm daran sein, das Payroll speichert, das sie sich momentan und zugegeben des öfteren auf der Toilette eines Supermarktes befindet ?

Das gründliche reinigen ihres Arschloches verbrauchte weitere 4 Feuchttücher. Minimale Spuren von hellrotem Blut – auch hierüber wollte und musste Beatrix unbedingt morgen mit Dr. W sprechen.
Nach getaner Arbeit und dem Abfeuern einer viertel Dose Deo Spray verließ Beatrix – nicht ohne ihre Hände zuvor desinfiziert zu haben – die Notdurft Bedürfnisanstalt. 

Anfang verpasst ? Folge 1, Folge 2



Schwedentrunk Sozialpunkte 2.0 - Das Buch



 
 

Mittwoch, 7. November 2018

Folge 002 (8.11.18)


#Serge hat Durst und ist geil (Kapitel 02)


Vor den Toren des Payroll Paradieses war eine vierköpfige Gruppe von Männern undefinierbaren Alters und Promille Gehaltes mit dem Abpumpen braunischer Rähren der Preisklasse um die 50 Cent und bestenfalls einem Payroll Punkt auf das virtuelle Konto beschäftigt. 


Die rote Jogginghose von dem Beatrix am nächsten stehenden war an der Vorderseite merklich eingenäßt. Sein Deodorant der Marke erbrochenes Billigbier wurde durch den Duft seiner feucht gewordenen Supermarkt Zigarillo nur unwesentlich abgemildert. Erhitzt und wild gestikulierend lallte er auf den Rest der Vierbande ein. Neben dem Supermarkt Aschenbecher thronte eine Armada kleiner Feiglinge unterschiedlicher Füllmenge.
Für solche Menschen empfand Beatrix schon immer Verachtung und Abscheu. Sie machten ihr Angst. Menschen, die sich in aller Öffentlichkeit gehen lassen. Instinktiv prüfte sie, ob ihre klobige Handtasche im angesagten Oma Style noch um ihren Arm hing.
Die vier hatten mehr Lücken in ihren Zahnreihen als eine 22 jährige Alleinerziehende Hauptschule Abbrecherin in ihrem Lebenslauf. 

Einer der vier kratze sich in seinem Genitalbereich. Er versuchte augenscheinlich, seine sich anbahnende Erektion zu beruhigen. Die anderen honorieren dies mit prustenden Pfeillauten.
Beatrix beschleunigte ihren Gang. Ihre Brüste rieben unangenehm kratzend an ihrem Büstenhalter. 

Na, Serge – stehst wohl auf dickes Fickfleisch ?“. Der angesprochene klopfte grölend auf seine inzwischen merklich aufgerichtete Zapfanlage. Er rülpste, koderte kurz und spukte eine Ladung gelblichem Schleim auf den Boden. Seine Gesichtsfarbe konnte sich momentan nicht zwischen Hoeneß rot und Solarium Braun entscheiden. In seinem Auswurf befanden sich erkennbar Partikel von Blut.

Vor allem in Stresssituationen hatte Beatrix mit ihrem Sodbrennen zu kämpfen. Ihr überstrapazierter Magen verkrampfte sich etwas. Sie merkte, wie sich Spuren von Urin in ihren Slip ergossen. 

Serge öffnete den Reißverschluss seiner Hose und hielt an dieser Stelle eine halbvolle Flasche Bier im 45 Grad Winkel.
Meinen Serge kann die Speckschwarte bis zum Anschlag in den Hals gerammt bekommen. Und dann gibt es Vanille Soße direkt in den Magen“.
Er liebkoste den Flaschenhals seiner Bierflasche mit der rechten Hand.
Die anderen drei lachten und prosteten Serge zu.

Beatrix Mundinnenraum sagte Hallo zu einem weiteren Spritzer noch nicht verdauter Sahne. Auch dieses Mal entschied sie sich wieder für „schnell und unauffällig herunter schlucken“. Sie zitterte am ganzen Körper.


Folge 1 verpasst ? hier nachlesen 


Sozialpunkte 2.0 - Der Blogroman ?