Mittwoch, 26. Dezember 2018

Folge 008 (27.12.18)


#Beatrix und das große Fressen (Kapitel 08)


Der Kimono fühlte sich samtig weich auf ihrer nackten Haut an. Ohne BH kam sich Beatrix sichtlich befreit vor. In der Küche wartete Labsal für ihre täglichen Strapazen. Eines der Schinken Croissants musste als erstes den Weg in ihren fordernden Magen antreten. Von seiner Quantität war es zwar etwas knapp bemessen ; geschmacklich aber für Supermarkt Ware vorzüglich.
Beatrix schenkte sich ein großes Glas koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk ein. Eisgekühlt rutschte dies in einem Zug durch ihre Speiseröhre. Das zweite Croissant folgte dem ersten – die Lasagne bereitete sich im Backofen auf ihr Schicksal vor.
Ihr Boxensystem spielte lustige und weniger lustige Lieder der neuen deutschen Welle. Gerade war „Goldener Reiter“ von Joachim Witt an der Reihe. Vorsorglich nahm Beatrix eine Tablette gegen ihr Sodbrennen. Und noch eine zur besseren Verdauung.
Sie beschloss, das ein Teil des Nachtisches durchaus vor dem Hauptgang erfolgen konnte. Der Sahne Pudding verlangte nach mehr ! 2 Becher jetzt – die anderen beiden zum Abschluss !

Ihr Smart Phone klingelte. Hierzu war aber momentan keine Zeit. Sie fühlte sich bereits merklich besser. Ein Gespräch mit ihrer Mutter oder Mohamed würde dieses Gefühl nur wieder in das Gegenteil umkehren. Alles zu seiner Zeit.
Der Backofen meldete sich per Sprachmitteilung, das die Lasagne in 5 Minuten zum Verzehr bereit sein wird. Genügend Zeit also für ein weiteres Croissant ! Die gekauften Burger sahen interessant aus – später gerne mehr. Ein weiteres Glas koffeinhaltiger Erfrischung befeuchtete ihre Magenwände. Morgen würde sie wohl mehr Croissants kaufen müssen. Hierfür gab es ja schließlich auch Payroll Punkte. Beatrix ärgerte sich über sich selbst, da sie ganz vergessen hatte, ihren heutigen Einkauf diesbezüglich nachzuprüfen.
Die XXL Lasagne ließ dieses Malheur allerdings schneller vergessen als die Käsekruste angeschnitten war. Goldbraun und herrlich duftend lag sie auf ihrem mit japanischen Ethno Motiven verzierten Teller. Die intelligenten Boxen hatten sich für „Big in Japan“ vonAlphaville entschieden. Ob dies an ihrem Teller oder doch eher Kimono lag, wusste wohl nur der das Gerät steuernde Algorithmus. Der von Beatrix war eindeutiger und ließ sich trefflich mit möglichst viel und schnell schnabulieren zusammenfassen. Die XXL Lasagne war jedenfalls schneller herunter geschlungen als aufgebacken. Die blaue Tablette konnte ihrem Sodbrennen nur teilweise Herr werden. Die Doppel Burger lachten sie dennoch an. Nach einem weiteren Sahne Pudding war das weitere Schicksal dieser besiegelt. Backofen; danach ab in die Speiseröhre. Zuvor allerdings noch zwei Kugeln Vanille Eis mit Sahne. Ein herrlicher Kontrast zu der würzigen Lasagne.
Ihr Bauch fühlte sich etwas aufgebläht an – aber egal. Heute schmeckte es ihr vorzüglich. An Aufhören wollte sie überhaupt nicht denken.

Bereits heute früh während des Meetings hatte sie an Essen gedacht. In Gesellschaft nahm sie sich diesbezüglich immer etwas zurück. Klar, einen Nachtisch hatte sie sich in der Mittagspause schon noch genehmigt. Dafür aber nur das vegetarische Hauptgericht. Niemand in der Firma sollte auf die Idee kommen, Beatrix wäre eine maßlose Esserin. Ihre Notration an Schoko Riegeln hielt sie in ihrer hinteren Schreibtisch Schublade für ausreichend gut versteckt. Länger als zwei Tage lagen sie hier sowieso nie. Und immer noch besser als die Flachmänner, welcher Herr Häberle aus der Buchhaltung in seinem Spind gebunkert hielt.

In Sachen Doppel Burger vermeldete der Backofen mittels einer beruhigenden Frauenstimme baldige Verzehrbereitschaft :“Der Backvorgang ist in 120 Sekunden abgeschlossen“.
Beatrix war voller Vorfreude und gierte durch dessen Glasverkleidung. Prachtvoll aufgebacken und fast wie auf der Umverpackung abgebildet. Payroll Punkte gab es hierfür dazu noch. Perfekt verlaufener Käse. Saftiges Rindfleisch. Und anschließend noch eine Kugel Eis. Speichelfluss. Verzehr Zeit. Jetzt. Der eigentlich viel zu heiße Burger wanderte rasch in Richtung Magen. Ihre Zähne benützte Beatrix hierfür nur 2 mal. Der Duden würde für diesen Vorgang wohl das Wort herunter schlingen empfehlen.
Nicht schlimm – Portion Nr.2 stand ja noch dampfend bereit.
Sie löschte ihren heiß gelaufenen Hals wiederum mit einem mittleren Glas koffeinhaltiger Limonade. Beatrix musste leicht aufstoßen. Derartiges war sie seit Jahren gewohnt.
Für den zweiten Happen wollte sie sich mehr Zeit lassen. Letzte Züge von Genuss. Sie zählte im Geiste bis 12. Kurze Pause. Jetzt nur ein kleiner Biss. Ganz langsam. Ihr Mund versank tief in dem Burger. Ihr Mund war voller wohl durchgebratenem Rindfleisch. Geschmack von gebratenen Zwiebeln – herrlich. Das herunter Schlucken flutete ihren Körper mit einer warmen Wonne. Eine zweite Packung wäre fantastisch.

Ihre intelligenten Boxen spielten gute Laune Hip Hop von den fantastischen Vier. Sie fand, das es Zeit für eine Kugel Vanille Eis ist. Natürlich mit Sahne. Beatrix musste schmunzeln. Sprühsahne gehörte zu der Grundausstattung ihres Kühlschrankes.

Vor Mohamed hatte sie heute ihre Ruhe – der wollte heute Nacht nämlich zu einer Elektro Party in die Südstadt. Soll er doch – mit seiner Drogen Scheiße wollte sie sowieso nichts zu tun haben. Beim Essen brauchte sie ihre Ruhe. Das Eis schmeckte grandios. Sie öffnete ihren Kühlschrank. Die Milchschnitten hatte sie ganz vergessen. Eine ist keine. Die Salami vom Feinkost Italiener lag im Fach darunter.
Ihr fiel das heute gekaufte Frauenmagazin ein. Lesen konnte sie immer noch. Die Salami ließ sich mit ihrem japanischen Küchenmesser problemlos kleinschneiden. Was für eine feine Pfeffer Ummantelung ! Brot würde den Genuss nur schmälern. Zum Glück hatte sich der Feinkost Laden bereits Anfang Jahres dem Payroll Verbund angeschlossen. Eine weitere Milchschnitte zum Kontrast. Ein Jammer, das sie Croissants bereits alle waren ! Ihr aufgeblähter Bauch fühlte sich kalt an.

Beatrix beschloss, aus ihrer smarten Kaffeemaschine eine große Tasse Cappuccino herauszulassen. Smart übergab diese ihren Pulver Bestand an die Datenbank eines großen Online Händlers. Bald würde sie hier wieder vollautomatisch eine neue Bestellung aufgeben. Beatrix fand es wunderbar, das sie sich um ihren Kaffee Vorrat keine Gedanken mehr machen musste. Alles regulierte vollautomatisch der Vollautomat !
Weniger wunderbar ihr doch etwas sparsamer Einkauf von vorhin. Einen Yufca hätte sie durchaus noch vertragen können. Zu dem Cappuccino genehmigte sie sich noch eine Milchschnitte. Nichts halbes und nichts ganzes.
Da ihre Küchenuhr im Bahnwärter Haus Design gerade einmal 22.53 anzeigte, griff sie zu ihrem Smart Phone. Der türkische Bring Dienst um die Ecke lieferte bis 02.00 Uhr. Letztes Mal hatte die Lieferung ganze 25 Minuten gedauert. Payroll Punkte lachten zusätzlich. Am besten noch eine kleine Pizza als Vorrat.

Ihr Sodbrennen nahm Beatrix momentan nicht mehr wahr. Welch quälende Warterei ! Sie zündete sich eine ihrer Slim Light Zigaretten an und blätterte etwas in der Berlin Woman. Obwohl sich die Zeitschrift laut Eigenaussage ein normales Frauenbild auf den Redaktions Kodex geschrieben hatte, waren nur Modelle mit top proportionierten Körpern zu entdecken. Sicher , hier und dort eine angedeudete Rundung - aber wirklich füllige Frauen Fehlanzeige. Beatrix bohrte mit dem Mittelfinger in ihren Bauch. Dieser war alsbald fast bis zu den Fingerwurzeln in Speck Ansammlungen versunken.

Kochrezepte gab es in der Publikation auch. Die angepriesene vegane Küche war höchstens ein Fall für ihre Mittagspause. Das Nikotin der Zigarette regte ihren Appetit weiter an. Den eigentlichen Kaufgrund der Berlin Woman überblätterte sie gelangweilt. Sie brauchte dringend etwas zu essen.

Dann das erlösende Klingeln an der Haustüre. Schnell eine Milchschnitte zum herunterkommen. Speichelfluss in ihrem Mund. Ihre Brustwarzen waren leicht angeschwollen. Sie knöpfte ihren Kimono bis zum Hals zu. Zum heraus Kramen eines Büstenhalters war jetzt keine Zeit. Beatrix wurde leicht unruhig. Trotzdem musste sie auf Nummer Sicher gehen. Sie gab ihrem intelligenten Boxen System sprachlich zu verstehen, das sie ein Überwachungsbild des Hauseinganges wünsche. Sofort war auf ihrem Fernseher das gewünschte zu sehen.

Nämlich ein Yufca Bote, welcher gerade mit einem großen Karton unter dem Arm aus einem E Mobil mit Werbeaufschrift stieg. Sie kannte den Mann. Es war Abdul, Mitte 20 und seit 2 Jahren bei dem Bring Dienst als Fahrer beschäftigt. Ein Türke mit Doppelpass, idealtypisch modisch leger gekleidet und zumindest auf dem Papier gläubiger Moslem.
Da sich Beatrix ein paar Mal mit ihm unterhalten hatte, kannte sie ihn etwas. Mohamed kannte ihn sogar etwas besser. 
 
Sein Lebensstil ließ sich wohl am besten mit den Kürzeln M.S.D beschreiben. Zuerst Freitagsgebet in der Moschee , anschließend Risikoleiter in der Spielothek – zum Abschluss dann Frauen abchecken in der Disko. Selbstverständlich unter Zuhilfenahme von alkoholischen Getränken. Trotz seiner Widersprüche fand Beatrix den Kalorienlieferanten ganz sympathisch. Wahrscheinlich auch, weil der Grund seiner Besuche stets mit Essen verbunden war.

Abdul stolzierte die Treppe hinauf und präsentierte Beatrix das Gewünschte mit einem galanten Knick. Sie hatte jetzt weder Zeit noch Lust für ein Gespräch. Pizza und Yufka lagen zum Greifen nahe. Es duftete herrlich durch den kitschig bedrucken Karton. Jetzt nur keine Zeit verlieren. Sie zückte ihr Smart Phone – Garry Copper hat in 12 UhrMittags seinen Colt nur unwesentlich schneller gezogen - zum Bezahlen. Bargeld hatte Beatrix seit Monaten nicht mehr verwendet. Abdul verstand ihre Körpersprache und quittierte die Bestellung kurz. Er lächelte süffisant .
Aus einer Fehldeutung der Bestellung schloss Abdul wohl auf ein geplantes Schäferstündchen mit Mohamed. Zum Abschluss wünschte er viel Spaß und drückte Beatrix die noch dampfende Umverpackung in die Hand.

Schnell wieder zurück in die Küche. Sie knöpfte ihren Kimono bis knapp über ihre Brüste wieder auf. Entlich wieder Nachschub. Essen, Essen. Beatrix setzte sich auf ihren Panton Lounge Hocker. Stolzerweise ein Original aus den 70er Jahren und kein billiges Relikt aus dem Möbelhaus um die Ecke. Es hatte lange gedauert, bis sie dieses Lieblingsstück entlich gefunden hatte. Auf einer Antiquitäten Plattform im Netz. Fünf Jahre besaß sie den Hocker jetzt schon. Damals war ihre Welt noch etwas einfacher gewoben gewesen. Beatrix hielt kurz inne.

Die intelligenten Boxen hatten sich für „ As time goes by“ von Frank Sinatra entschieden. Aus dem Klassiker Cassablanca. Bestimmt bereits ein Dutzend mal gesehen.. Neben Mangas war der amerikanische Film der 30er und 40er Jahre eine ihrer Passionen. Bogart, E.C. Robinson und wie sie damals alle hießen. Standhafte Männer in einer gebrochenen Zeit.

Der Yufka schmeckt heiß am besten. Die Pizza später. Trotz ihrer Blähungen griff Beatrix folglich erneut zu ihrem japanischen Küchenmesser. Mit einem präzisen Schnitt teilte sie die türkische Teigtasche in zwei Teile.
Die Füllung sah vielversprechend aus. Viel Fleisch; Gemüse nur zur Geschmacksstabilisation. Ein extra großer Kawenzmann. Der Teig nicht zu dick. Sie griff in die eine Hälfte und biss gierig hinein. Ihr Mund war voller Speichel.
Die Küchenuhr zeigte 23:22 Uhr an. Ihr Herzschlag erschien einen Tick zu schnell. Kauen und genießen. Herzhaft frischer Geschmack. Der Speisebrei in ihrem Mund schmeckte nach Zwiebeln. Herunter Schlucken, dann sofort einen Bissen nachlegen. Beatrix Hände zitterten leicht. Leichte Schweißbildung an ihnen. Gefühl von Ekel.
Zum Feuchttücher holen hatte sie jetzt keine Zeit. Nachher. Die Bakterien mussten später restlos entfernt werden. Der Yufka durfte aber nicht kalt werden. Nur nicht an das blöde Sodbrennen denken. Ihre Abbeiss Frequenz wurde immer schneller. Yufka Soße lief ihr die Mundwinkel herunter. Beatrix Magen brannte etwas. Das große Glas Zuckerwasser mit Coffein Zusatz half diesbezüglich nur wenig. Trotzdem weiter schlingen. Sie konnte jetzt auf keinen Fall aufhören. Nie mehr aufhören.

Die intelligenten Boxen spielten dezente Klassik zur Untermalung. Diverse Payroll Punkte versuchten gerade vergeblich, sich in Beatrix Magen zu verdauen. Die zweite Yufka Hälfte wartete auf ihre Hinrichtung.

Mohamed vertickte gerade auf einer Elektro Party für 20 Euro Pillen. Extasy, welches er von einem Landsmann – Chemie Student im 6 Semester – günstig erstanden hatte. Bereits das vierte Theken Geschäft an diesem Abend. Bis 05:00 war noch eine Menge Zeit; besser konnte es fast nicht laufen. Um auf Nummer sicher zu gehen, hatte er die Ware in einem Mülleimer hinter dem Club deponiert. 
 
Bullen Ärger wollte er in Deutschland tunlichst aus dem Wege gehen. Dies war ihm bislang auch weitgehend gelungen. Bis auf einmal Schwarzfahren in der U Bahn – eine Kleinigkeit– sauberer konnte seine Weste kaum sein.
In seiner Heimat war dies doch etwas anders gewesen. Glücklicherweise wusste dies hierzulande aber niemand. Oder besser gesagt – niemand wollte es wirklich wissen. Auf den Ämtern arbeiteten meistens mittelalte Damen mit viel Empathie. Kaum eine , welche seinem Charme wieder stehen konnte. Tiefer gehende Nachfragen fast immer Fehlanzeige.
Er zündete sich mit seinem Dupont Feuerzeug eine Zigarette an, inhalierte tief, lächelte und betrat zufrieden wieder den Club. Morgen würde er wieder 500 Euro per Payroll Union nach Hause transferieren. Sein älterer Bruder musste schließlich mit dem Ausbau des Hotels vorankommen. Deutschland war nur eine Durchgangsstation. Zuhause war Geld verdienen viel schwieriger. Am Wochenende würde er es der Dicken wieder besorgen. Ihr Brüste luden seinen Säbel förmlich ein. Mohamed hatte ein Faible für aus den Fugen geratene deutsche Frauen.

Dank einer mittelgroßen Portion Vanille Eis mit Sahne Haube hatte das Stillleben halber Yufka auf japanischem Teller noch eine kurze Schonfrist. Sie war wie von Sinnen. Mehr, immer mehr. Unter ihren Brüsten hatte sich wieder Schweiß gebildet. Völlegefühl. Welches Völlegefühl ? Yufka auf Eis schmeckt göttlich. Speisebrei mit Fleischzulage.
Morgen früh stand der nächste Arztbesuch an. Sie brauchte unbedingt eine Überweisung. Ein voller Bauch gab ihr die Illusion, zu existieren. Später unbedingt an die Magen Tabletten denken. Mohamed konnte ihr heute gestohlen bleiben. Er war sowieso wieder auf Party Tour.
Beatrix Brustwarzen waren immer noch aufgerichtet. Die nächste Salve glitt die Speiseröhre herunter. Sie fühlte sich befriedigt und leicht erregt. Das Stillleben bestand nur noch aus einem japanischen Teller. Pizza Zeit. Hilfsmittel Messer. Vier gleich große Teil erschien als angemessen. Türkische Pizzen sind zum Glück immer sehr dick belegt. Auch an Käse wurde nicht gespart. Doppeldecker Pizza. Fettig und noch heiß. 
 
Beatrixfühlte sich weiterhin erregt und bewegte das erste Stück in Richtung Mund.
Die Peperoni schmeckte nach extra scharf. Nach dem Durchbeißen entfaltete sie erst ihre ganze Kraft. Kurzes Innehalten ; die Augen tränten. Schnell ein Glas Coke hinterher. Das nächste Stück wartete schon. Salami und etwas Paprika lachten ihr fett triefend entgegen. Genug gelacht – im Magen wird es gleich dunkel. Schnell und schneller schlang Beatrix die teigige Masse. Ihren aufgeblähten Bauch nahm sie wissend in Kauf.
Sie öffnete sämtliche Knöpfe ihres Kimonos. Essen ist Lust. Lust ist Leben. Pizza bis auf den letzten Rest vertilgt.Siegerin – geschafft.


Beatrix befahl ihren intelligenten Boxen, die Raumtemperatur um 5 Grad zu reduzieren. Obwohl die moderneTechnik selbstredend auch diesen Auftrag in kürzester Zeit gewissenhaft ausführte, war ihr immer noch unglaublich heiß. Außer um die Bauchgegend herum – kaltes, wenig durchblutetes Fleisch. Jetzt war das Sodbrennen wieder wahrnehmbar. Sehr sogar. Sie entschloss sich zum Konsum einer weiteren Slim Light Zigarette. Schwindel, kalt schweißige Stirn. Sekunden andauernde Bewegungslosigkeit auf dem Lounge Sessel. Das Nikotin tat ihr nicht gut. Ein leichtes Kratzen im Hals. Beatrix schämte sich ob ihrer fehlenden Disziplin. Die Magen Tabletten wirkten nicht mehr. Überall kalter Schweiß. Herzrasen. Sie kannte diesen Zustand seit mindestens fünf Jahren.

Mohamed wickelte gerade Deal Nr.6 ab. Der Elektro Club platzte aus allen Nähten – Prime Time, Zufriedenheit und Umsatz. Das Hotel nahm so langsam greifbare Formen an. Geld liegt in good old Germany wahrlich auf der Straße. Oder in der Mülltonne. Er lächelte verschmitzt in sich hinein und bestellte an der Bar bei einer voll tätowierten Brünetten einen weiteren Whisky sour. Großzügig rundete Mohamed auf 10 Euro auf. Es war wichtig, das ihn in diesem Laden jeder in guter Erinnerung behält. Am Wochenende würde er zusätzlich seine dicke Grazie um etwas Geld bitten. Die kranke Mutter...

Die ersten 9 Kapitel als praktisches Ebook ?

 

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